I did some baking for Christmas…

Vanillekipferl, Lebkuchen, Matchakekse, Ingwerkekse, Babykekse
Vanillekipferl, Lebkuchen, Matchakekse, Ingwerkekse, Babykekse
Vanillekipferl, Lebkuchen, Matchakekse, Ingwerkekse, Babykekse

 

Weihnachten geht einfach gar nicht ohne Vanillekipferl. Drum wurde hier vor einer Woche fleißig gebacken, und weil ich schon dabei war, sind dann auch noch Lebkuchen entstanden. Und grüne Tannenbäumchen. Und scharf-fruchtige Energieblättchen. Und Kekse, die auch das Baby essen darf. Ich hatte wohl grade einen Run.

Ich hab`s im Allgemeinen beim Essen leider nicht so mit der Optik. Ich bewundere Menschen, die es schaffen, Speisen hübsch anzurichten. Oder diese mini-futzi-kleinen Keks-Meisterwerke zu backen. Ob ihr`s glaubt oder nicht: da hab` ich einfach keine Geduld dafür. Schmecken müssen sie. Aber wer weiß, vielleicht kriege ich das mit dem Gut-Aussehen irgendwann auch noch hin.

Jedenfalls, ich sage euch (das klingt jetzt schon fast ein bisschen nach Weihnachtsevangelium): diese Vanillekipferl sind ein Traum. Das Geheimnis: erstens Butter, Butter und nochmals Butter :-D. Vor lauter Butter muss man aufpassen, dass  die Dinger erst auf der Zunge zergehen und nicht schon im Ofen. Und zweitens: echte, frische Vanille benutzen! Nachmachen auf jeden Fall schwerstens empfohlen. Nachdenken über die Kalorien nicht.

Mit Lebkuchen hab` ich mir in den letzten Jahren immer etwas schwer getan, aber dieses Jahr ist offenbar der Knopf aufgegangen – an der Lebkuchenfront gibt es einen durchschlagenden Erfolg zu vermelden!

Neben den Klassikern wollte ich aber auch mal was Neues ausprobieren: Kekse mit Superfood! Aber ich versuche jetzt erst gar nicht so zu tun, als wären diese Kekse deswegen gesünder. Naja, vielleicht bilden all die Antioxidantien einen ausgleichenden Gegenpol gegen den restlichen Keksteig :-). Die Kekse sind nämlich trotzdem ziemliche Butter- und Zuckerbomben. Damit führe ich den ganzen Superfoodgedanken natürlich wieder ziemlich ad absurdum. Aber ich muss gestehen, meine Familie hat ein bisschen ein Trauma von der Vollkornphase meiner Mama in den Achtzigern – 1-2 Jahre lang gab es einfach alles nur aus selbst gemahlenem Vollkornmehl, von der Palatschinke bis zum Kuchen, bis es uns grad nur noch so bei den Ohren rausgestaubt ist.

Ich bin ja durchaus sehr für gesunde Küche und Vollwertkost. Aber ganz ehrlich: nicht dauernd und vor allem nicht zu Weihnachten. Da wird bitte geklotzt, nicht gekleckert, kalorienmäßig. Daher keine Leinsamen-Chia-Grünkohl-Kekse für uns. Nur ein bisserl Matcha für die schöne grüne Farbe und ein bisserl Chi für die Ingwer-Ananas-Geschmacksexplosion.

Nächstes Jahr ist es dann auch fürs Baby soweit und es darf von mir aus auch in ein Vanillekipferl beißen. Heuer gibt`s allerdings noch die asketische Variante: BLW-geeignete Kekse ohne Zucker, dafür mit Dinkelvollkornmehl und Reisflocken. Was soll ich sagen…er ist zufrieden 🙂

Viel Spaß beim Nachbacken!

REZEPTE:

Honiglebkuchen

50g warmen Honig mit 2 Eiern aufschlagen. 150g Roggen fein mahlen. 100g Mandeln reiben. Alles mit 150g Weizenmehl, 200g Rohzucker, 1 TL Zimt, 1/4 TL Lebkuchengewürz, 1 Prise Vanillezucker, 1 Prise Muskatnuss, Schale einer Biozitrone und 1 TL Weinsteinpulver zu einem Teig verkneten.

Den Teig 1 Stunde kühl stellen. Kleine Kugeln formen und flach drücken. Mit 1 verquirltem Ei bestreichen und jeweils einen Pinienkern in die Mitte setzen.

Bei 180° ca. 15 Minuten backen.

Vanillekipferl

1 Vanilleschote in der Mitte schlitzen. Das Mark auskratzen und die Schote trocknen.

70g Mandeln und 30g Walnüsse reiben.

80g Staubzucker sieben.

280g Mehl sieben.

220g kalte Butter in Stückchen schneiden.

Butter mit Staubzucker, 1 Prise Salz und dem Vanillemark glatt kneten. Nüsse einarbeiten. Teig auf einem Blech mit dem Mehl zu Streuseln verarbeiten.

1 Stunde kühl stellen. Den Teig portionsweise aus dem Kühlschrank nehmen, kleine Stücke abschneiden und Kipferl formen. Nochmals 10 Minuten kühl stellen.

Bei 160° 15-20 Minuten backen.

Die getrocknete Vanilleschote mit 200g Zucker zu Vanillepuderzucker vermixen, und die noch heißen Kipferl darin wenden.

Matcha-Tannenbäumchen

300g Mehl, 200g Butter, 100g Vanillepuderzucker (hier könnt ihr den Rest von den Vanillekipferln verwenden), 1 Eidotter, etwas Zitronenschale, 1 Prise Salz und 2 EL Matchatee* zu einem Mürbteig verkneten.

1 Stunde kalt stellen. Teig dünn ausrollen, Tannenbäumchen ausstechen und mit Hagelzucker-Schneeflöckchen bestreuen.

Bei 180° ca. 10 Minuten backen.

Energie-Blättchen

1 Eiklar (bleibt von den Tannenbäumchen übrig) mit 35g Zucker leicht steif schlagen. 35g Staubzucker und 1 Fläschchen RINGANAchi* unterheben. Mit einem Teelöffel kleine Kleckse auf ein Backblech setzen und mit Kokosflocken bestreuen.

Bei 180° ca. 15 Minuten backen.

zuckerfreie Baby-Kekse

75g Dinkel mahlen.

75g Reis mit der Hand zu Flocken quetschen. Nein, Scherz – ich wollte nur mal testen, wer bis hierher aufmerksam gelesen hat ;-). Dafür habe ich eine Flockenquetsche (FlicFloc). Man kann aber natürlich auch fertige Reisflocken kaufen. Generell ist aber frisches Mahlen und Flocken von Getreide am besten, weil nur dann die Vitalstoffe vollwertig erhalten sind und nicht „weg-oxidieren“.

1/2 Banane, 1/4 -1/2 Birne (je nach Größe), Reisflocken, Dinkelmehl und 50ml Sonnenblumenöl vermixen. Kleinfingergroße Stangerl formen, sodass das Baby gut selbst danach greifen bzw. die Kekse festhalten kann.

Bei 180° ca. 20 Minuten backen.

*Matchatee und RINGANAchi sind über meine Partnerseite im Webshop erhältlich

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