„Ach bist du jetzt auch in der Sekte!?“ ODER Seelenstrip einer RINGANA-Partnerin , Part I

RINGANA-PartnerIn
iRINGANA Partnerin

Zeit für einen ❤ Seelenstrip ❤ – weil nicht immer alles rosarot und voller regenbogenpupsender Einhörner ist, und manche Dinge so ärgerlich sind, dass sie einfach mal raus müssen 😉

Mittlerweile ist es mehrere Jahre her, dass ich RINGANA als Kundin entdeckt habe – und ich habe mich damals auch spontan, ohne große Hintergedanken und auch eher „zufällig“ als Partnerin eingeschrieben.

Erst als ich das Starterpaket zugeschickt bekommen habe, habe ich Naivling kapiert, dass das eigentlich ein richtiges Business ist.
Ich hab`s dann gleich mal mit der Angst zu tun bekommen, worauf ich mich da wohl eingelassen habe, und was macht Frau von Welt in so einem Moment? Ganz klar: sie fragt Google. Und das war mein größter Fehler. Denn wie ich hier am Blog schon mal beschrieben habe, kann das Internet unser Leben unglaublich kompliziert machen, indem es Probleme schafft, die wir ohne es gar nicht hätten

In diesem speziellen Fall wurde ich konfrontiert mit Forumsbeiträgen, in denen RINGANA als unseriös bis zu illegal bezeichnet wurde. Schlagwörter wie „Schneeball-“ oder „Pyramidensystem“ haben mich in Angst und Schrecken versetzt. Sogar von „Gehirnwäsche“ und „Sekte“ war die Rede. Lästige RINGANA-Partner würden arglose potentielle KundInnen zuspammen und wären allesamt aufdringlich. Dazu noch gehässige Kommentare über frustrierte Ehefrauen mit Hang zum Übernatürlichen, die halt auch „irgendwas verkaufen“ wollen, „peinliche Homepartys“ geben und verzweifelt versuchen, ihre Ware an andere ebenso frustrierte Ehefrauen loszuwerden.

Bam. Das hat gesessen. Mehr brauchst du nicht. Politiker- und Banker-Bashing nix dagegen. Eben hatte ich noch gedacht, ich tue mir selbst, den Menschen um mich, der regionalen Wirtschaft und der Umwelt einfach was Gutes. Ich fand die Firma so sympathisch und war begeistert vom Nachhaltigkeitskonzept, dem Bestreben immer noch besser, noch grüner und noch fairer zu agieren. Außerdem fand ich die Corporate Identity sehr stylisch <3.
Und urplötzlich sah ich mich halb im kriminellen Eck, in dunkle Machenschaften verstrickt, als penetrante Keilerin, die Entstehungsgeschichte RINGANAs tanzende Esoterikerin und was weiß ich was noch alles.

Ich muss wohl nicht näher ausführen, dass mich all dies in meinem weiteren Tun massiv eingeschränkt hat. Auf gut deutsch: ich hab mir gedacht, „so eine“ willst du doch nicht sein, da lässt du mal brav die Fingerchen davon.

Insofern habe ich was meine gerade erst geborene Tätigkeit als RINGANA-Partnerin angeht eine Wurschtigkeit an den Tag gelegt, die ihresgleichen sucht, gepaart mit einem Skeptizimus gegenüber der Vertriebsform, der sich gewaschen hat: bei jedem Futzelchen war ich überkritisch, vieles fand ich sowieso deppert (z.B. geh bitte, wozu brauch ich ein Visionboard?!? 😉 ) und überhaupt – man könnte mich fast borniert nennen.

Dennoch. Irgendetwas hat mich daran festhalten lassen. Irgendwann einmal, nach einem langen, laaaangen Dasein als mehr oder weniger inaktive RINGANA-Partnerin mit Tendenz zum Zynischen, wurde mir bewusst: offenbar passiert dir nichts Schlimmes. Es tut dir keiner was. Wenn du arbeiten willst, kannst du arbeiten. Wenn du dahinwurschteln willst, kannst du dahinwurschteln. Und wenn du nix tust, tust du halt nix. Es gibt kein Haar in der Suppe. Es ist ein Job wie jeder andere. Mit Seiten, die ich toll finde, und Seiten, mit denen ich nicht so gut kann.
Und irgendwann habe ich mich gefragt: was genau ist eigentlich mein Problem? Hätte ich genauso verschämt und zurückhaltend agiert, wenn ich einen eigenen kleinen Laden in der Innenstadt aufgemacht hätte? Oder hätte ich euphorisch alle zur Eröffnung eingeladen? Hätte ich niemandem davon erzählt, welche Produkte dort im Regal stehen? Oder hätte ich jedem davon vorgeschwärmt?
Eigentlich habe ich ja genau das gemacht: quasi einen Laden aufgemacht. Nur ohne Laden. Und entsprechend ohne finanzielles Risiko. Ziemlich gute Kombi, wenn man mich fragt.

Mir wurde klar: nicht ICH bin die frustrierte Ehefrau. Immerhin gibt es offenbar Menschen, die die Zeit dafür finden, in Foren aufs Böseste über andere Unternehmen herzuziehen, ohne den geringsten Hauch einer Ahnung von deren Arbeitsweise zu haben, Unwahrheiten verbreiten, sich über andere Berufe lustig machen und ihr persönliches vorurteilsbehaftetes Problem zu einem allgemeinen Problem hochstilisieren. Mir stellt sich mittlerweile nicht mehr die Frage, wer da wohl frustriert ist…

Gehirnwäsche? Geh bitte… let`s face it: Das ist schlicht und einfach ganz normale PR, wie jede Firma sie betreibt. Wenn ich als Therapeutin in eine Fortbildung gehe, wird mir auch die jeweilige Therapiemethode als die allerbeste verkauft. Bin ich Bäckerin, empfehle ich meinen Freunden nicht die Topfengolatschen der Konkurrenz. Wenn ich ein Mercedes-Autohaus besitze, fahre ich selbst nicht mit einem Toyota rum. Wenn ich Designerin bin, trage ich hoffentlich stolz meine eigenen Kreationen. Wenn ich selbst einen kleinen Schreibwarenladen mit hochwertigen Produkten betreibe, renne ich nicht zum Libro, weil`s mir bei mir selbst zu teuer ist. Außer ich bin wirklich eine miese Unternehmerin 😉

All diejenigen, die gerne den Spruch mit der Sekte bringen, muss ich leider enttäuschen: ich habe weder einen Schrein aus Fußbalsam, Zahnöl und Antifaltenserum zuhause, den ich allmorgendlich anbete, noch zünde ich jeden Abend ein Kerzerl zum Andenken an meine leeren Kosmetikflakons an, noch schlafe ich unter dem mit psychedelischen Farben verschönerten Konterfei des Firmengründers Andreas Wilfinger.
Okay, manche der Produkte wirken göttlich. Und manche unserer TeampartnerInnen schickt uns wohl der Himmel. Aber abgesehen davon kann man die Kirche im wahrsten Sinne des Wortes im Dorf lassen.

In diesem Sinne: Leben und leben lassen!

PS: Und wer jetzt glaubt: „Ach, wieder so eine Direktberaterin mit rosaroter Brille!“, der hat sich geschnitten: beim nächsten Mal geht`s nämlich richtig ans Eingemachte – mir geht nämlich auf die Nerven, wenn alles immer nur schöngeredet wird. Ich bin viel zu sehr „ehrliche Haut“, dass ich nicht auch Kritik loswerden wollen würde. Was ich also alles NICHT gut an Network-Marketing finde, und warum ich trotzdem gerne eine RINGANA-Partnerin bin, erfahrt ihr demnächst!

❤ Seelenstrip, Part I ❤
„Seelenstrip, Part II – die ungeschönte Wahrheit: so geht`s mir wirklich mit Network-Marketing!“
„Seelenstrip, Part III – Von Schneeball- und Pyramidensystemen und anderen Vorwürfen“ (folgt demnächst)

4 Kommentare zu „„Ach bist du jetzt auch in der Sekte!?“ ODER Seelenstrip einer RINGANA-Partnerin , Part I“

  1. „Dennoch. Irgendetwas hat mich daran festhalten lassen. Irgendwann einmal, nach einem langen, laaaangen Dasein als mehr oder weniger inaktive RINGANA-Partnerin mit Tendenz zum Zynischen,“ … hat die Gehirnwäsche dann den durchschlagenden Erfolg beschert

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