Seelenstrip einer RINGANA-Partnerin, Part III – Von Schneeball- und Pyramidensystemen und anderen Vorwürfen

Ringana: seriös oder Pyramidensystem?
Naturkosmetik-Netzwerk: ein Schneeballsystem?

Jedes gute Drama besteht bekanntlich aus 3 Akten. Nach dem etwas aufregenden 2. Akt meines Seelenstrips, in dem ich mich mit meinen höchstpersönlichen Befindlichkeiten durchaus aus dem Fenster gelehnt habe, löst sich am Ende des 3. Aktes wieder alles in Wohlgefallen auf. Wollen wir`s zumindest hoffen.

Ich greife heute die klassischen 3 Vorurteile auf, die bezugnehmend auf RINGANA häufig umhergeistern:

1. Das ist ja ein Schneeballsystem/ Pyramidenspiel!

2. Aufgrund der Provision für die PartnerInnen sind die Produkte überteuert

3. Wenn die Produkte so gut sind – warum gibt es sie dann nicht im normalen Handel?

1. Ist RINGANA ein Schneeballsystem oder Pyramidenspiel?

Ich gebe zu: ich selbst habe damals „Ringana Pyramidensystem“ gegoogelt. Da steckt wohl in vielen von uns die diffuse Angst vor etwas Illegalem, in das man hineingerät, vor allem bei einem Geschäftssystem, das so fremd erscheint. Und obwohl man unter Umständen nicht einmal genau weiß, was ein Schneeballsystem eigentlich genau ist (aber es ist defintiv bööööse), schreit man gleich mal panisch: „Pyramidenspiel!“, sobald man mit einem Produkt konfrontiert ist, das über ein Netzwerk vertrieben wird – und bringt damit absolut seriöse Unternehmen und Personen in Misskredit.
Ich kann hier tatsächlich nur über RINGANA sprechen, denn ich habe mich mit anderen Netzwerken nicht die Bohne auseinandergesetzt, und es dürfte durchaus eine Grauzone geben, in der sich gewisse Firmen, die als seriöse Netzwerke getarnt starten, doch recht schnell als Schneeballsystem entpuppen. Wahrscheinlich daher auch allgemein der schlechte Ruf.

Was RINGANA angeht, lässt sich die in der Überschrift gestellte Frage aber ganz einfach und schnell mit einem klaren „Nein!“ beantworten. Schlicht und einfach deshalb, weil Schneeball- bzw. Pyramidensysteme verboten sind. Und würde eine Firma, die auf einem Schneeballprinzip basiert (ergo: illegal agiert), in Österreich bereits seit über 20 Jahren existieren? Wäre sie einer von nur 1000 Leitbetrieben Austria? Hätte sie unzählige Auszeichnungen erhalten, unter anderem von der Wirtschaftskammer, dem ORF sowie internationalen Award-Veranstaltern?
Diese Befürchtung kann man also getrost stecken lassen.
Wer dennoch genauer wissen will, was ein strafbares Schneeballsystem kennzeichnet und inwiefern es sich vom seriösen Netzwerkmarketing unterscheidet, kann es direkt bei der Wirtschaftskammer nachlesen.

2. Sind RINGANA-Produkte aufgrund des Partnersystems überteuert?

Diese Frage ist schon etwas kniffliger zu beantworten. Und zwar nicht, weil ich an der Wertigkeit der Produkte zweifle – sondern weil ich durchaus verstehe, warum Menschen zu dieser Ansicht gelangen.

Denn: Als Außenstehende ohne genaueren Einblick in die Preisgestaltung ist es ja immer ein Leichtes sich über die Kosten zu beschweren. Ich bin da ehrlich gesagt auch nicht ganz gefeit davor, und schnaube in Branchen, bei denen ich mich nicht so gut auskenne, auch mal darüber wie teuer dieses oder jenes ist.

Nachdem RINGANA in Österreich mittlerweile sehr bekannt ist, wird das Unternehmen unter Umständen auch oft überschätzt: im Vergleich zu den großen Playern am Weltmarkt ist RINGANA aber immer noch ein minifutzikleiner Familienbetrieb. In Kombination mit den hohen ethischen und Qualitätsansprüchen ist es überhaupt nicht möglich, die Forschungs- und Produktionskosten so niedrig zu halten wie das eine Weltmarke kann.

Jemand, der üblicherweise die Drogerie-Eigenmarken kauft und noch nie einen Fuß in eine Parfümerie gesetzt hat, wird sich bei RINGANA-Preisen mit Wahrscheinlichkeit schrecken. Jemand der schon immer zu High-End-Produkten bei der Kosmetikerin gegriffen hat, zuckt hingegen nicht mal mit der Augenwimper. Ich hatte sogar schon nette Damen bei mir, die fanden 60€ für das Serum Antifalten richtig günstig 😉 . Man kann nämlich gut und gerne auch das doppelte dafür ausgeben, ganz ohne Netzwerk, sondern im Laden – wenn es einem das wert ist. Und letzteres ist eben sehr individuell.

Netzwerkmarketing/ Direktvertrieb birgt außerdem immer noch sehr viele Vorurteile. Da die Unternehmensstruktur ganz anders aufgebaut ist als die üblichen, gewohnten Produktverkaufswege, wird es auch oft missverstanden. O-Ton: „Das ist ja nur so teuer, weil die PartnerInnen mitschneiden!“
Das heißt manche KundInnen haben den Eindruck, dass sie nicht ausschließlich für die Qualität des Produkts bezahlen, sondern ganz viel an Nebenkosten mittragen. Und weil ihnen das irgendwie suspekt ist, geben sie ihre 60€ doch lieber in der nächsten Parfümerie aus, als bei der netten RINGANA-Frau, die sie neulich bei einer Freundin kennengelernt haben.

Ganz ehrlich, ohne hier jemandem nahetreten zu wollen: süß. Ich finde das ganz süß. Im Sinne von naiv. Denn was glauben diejenigen denn, was sie bezahlen, wenn sie ein Produkt in der Apotheke oder in der Drogerie aus dem Regal nehmen? Nur den Inhalt, der in der Verpackung steckt?
Spielen wir mal den Ball durch den ganzen Prozess: Das Produkt steht in einem Laden. Sowohl der Laden als auch das dazugehörige Lager kosten Miete. Das Verkaufspersonal arbeitet vermutlich nicht gratis, und auch die Filialleitung ist eher kein Ehrenamt. Ursprünglich kommt das Produkt mit hoher Wahrscheinlichkeit von einem Zwischen- oder Großhändler (mit großen Lagerflächen, die auch nicht umsonst sind). Auch hier fallen Personal- sowie Transportkosten an. Ebenso von der Herstellerfirma zum Großhändler. Die Herstellerfirma selbst investiert in Mitarbeiter, Firmengelände, Forschung, Verpackungmaterial und in Print- bzw. TV-Werbung (was ja bekanntlich nicht gerade ein Lercherlschas ist). Denn irgendwoher muss der Kunde ja auf die Idee kommen, genau dieses Produkt zu kaufen.
Die Rohstoffe müssen angebaut, verarbeitet und zur Herstellerfirma transportiert werden.
Und für alle Beteiligten muss auch noch ein guter Gewinn dabei rausschauen.
Lange Rede, kurzer Sinn: all das zahlen die KundInnen bei jedem Kauf im Laden mit. Die Creme an sich ist nur einen Bruchteil des Verkaufspreises wert. Das ist nun mal so, ansonsten wäre das alles nicht finanzierbar.

Kleines Quiz am Ende dieser Aufzählung: unter Beachtung all dieser notwendigen Ausgaben sowie dem Fakt, dass hochwertiges Bio-Mandelöl für bis zu 80€ pro Liter im Laden verkauft wird: wieviel hochwertiges Pflanzenöl wird wohl in einer 3-€-Bio-Mandelölcreme drin sein können? Und fast noch interessanter: wieviel hat wohl der Biobauer dafür bekommen?
Anders gefragt: wenn`s der Kunde nicht bezahlt – wer bezahlt denn dann dafür? Aber das ist natürlich in unserer Wohlstandsgesellschaft, in der wir am liebsten alles haben aber nix dafür bezahlen wollen, eine sehr unbequeme Frage.

Bei RINGANA fällt sehr vieles oben Genannte weg: allen voran die Geschäfts- und Lagerflächen – da RINGANA-Produkte immer frisch produziert und direkt zu den EndabnehmerInnen gesendet werden, braucht es keine großen Rohstoff- oder Zwischenlager, und auch als PartnerIn benötigt man keinen Verkaufs- oder Lagerraum. Forschung, Produktion, Büro und Vertrieb befinden sich gemeinsam am gleichen Standort (und zwar in Hartberg in der Steiermark). Und Werbeschaltungen in TV und Magazinen sind nicht notwendig – es gibt nämlich real-life-Testimonials: uns RINGANA-PartnerInnen.

RINGANA umgeht also Unmengen an Kosten, die im normalen Handel anfallen würden – investiert das so Gewonnene aber stattdessen in höchste Qualität, nachhaltige Prozesse und faire Bezahlung – von den Biobauern bis zu den RINGANA-PartnerInnen. Gerade der Umstand, dass permanent alle Produkte ohne Lagerzeiten frisch hergestellt werden, ist ein massiver Aufwand im Vergleich zu herkömmlicher Kosmetikproduktion. So wie täglich frischen Obstsalat zuzubereiten aufwändiger ist als 1x pro Jahr einen Vorrat an Dosenfrüchten zu kaufen. Dafür hat man dann aber das weitaus bessere Produkt und nicht die Konservenware – und den Unterschied spürt man!
Klar kostet das. Und klar wollen wir auch was dabei verdienen – wir sind ja kein Wohltätigkeitsverein. Bei aller Liebe…nix für ungut 😉

Und letztendlich finde ich dieses System, in dem man sich gegenseitig kennt und unterstützt, um vieles fairer und befriedigender als das Geld irgendeinem Großkonzern in den Rachen zu werfen, der dieses wiederum in teure Werbekampagnen mit anonymen Modelgesichtern buttert. Da ist es mir lieber, meine Freundin/ mein Nachbar/ meine Tante oder wer-auch-immer-mein-RINGANA-Berater-ist hat direkt was davon. Oder nicht?

3. Warum gibt es Produkte von RINGANA nicht im normalen Handel?

Manche Menschen vermuten ja hinter jeder ungewöhnlichen Idee einen Haken. So hält sich hartnäckig das Vorurteil, dass etwas, das es nicht ins Ladenregal schafft, wahrscheinlich ein minderwertiges Klumpert ist. Total logisch, denn alles was im Supermarkt verkauft wird ist natürlich ausschließlich fantastisches Zeugs (Ironie off).

Tatsächlich ist es im Falle RINGANA umgekehrt: es wird nicht im Laden verkauft, weil es zu minder, sondern weil die Qualität ZU HOCH ist.

Wie dies? Ganz einfach: Das Alleinstellungsmerkmal von RINGANA ist, dass die Naturkosmetik und die Vitalstoffe laufend frisch hergestellt werden. So quasi: eben noch auf der Wiese, jetzt schon in deinem Badezimmerregal.
Frisch bedeutet: eine Creme, die zu einer Kundschaft kommt, ist nicht älter als 2 Wochen. Und frisch bedeutet außerdem: keine Konservierungsstoffe.

Dank schlau designter antioxidativer Verarbeitung und Verpackung schafft es RINGANA trotz Verzicht auf jegliche zugesetzte Konservierungsmittel, dass die Produkte einige Monate haltbar sind (nicht wie die selbstgerührte Creme, die nach ein paar Tagen aufgrund des Kontakts mit Sauerstoff ranzig wird). Allerdings weit keine 36 Monate. Und 36 Monate verlangt der Handel an Haltbarkeit, damit die Produkte auch ja lange in den Regalen herumkugeln können. Und das geht halt nur mit Konservierungsstoffen. „Ohne Konservierungsstoffe“ auf einem herkömmlichen Produkt bedeutet letztendlich nur, dass keine Konservierungsstoffe eingesetzt wurden, die laut Gesetz deklariert werden müssen. Ist ein Produkt so lange haltbar, wurde es aber definitiv konserviert. Durch raue Mengen Alkohol, ätherische Öle oder starke Erhitzung beispielsweise. Oder die Rohstoffe wurden bereits konserviert, BEVOR sie weiterverarbeitet und zusammengerührt wurden – auch dann ist der Aufdruck „Ohne Konservierungsstoffe“ zulässig.

Da RINGANA partout nicht seine Produkte zu Tode konservieren wollte (denn Konservierung killt letztendlich die Wirksamkeit der kostbaren Inhaltsstoffe), war das der Grund, warum sowohl Apotheken als auch Parfümerien vor 20 Jahren abgelehnt haben, Produkte von RINGANA zu verkaufen. Es wäre logistisch nicht machbar und keinesfalls mit der Frische vereinbar gewesen. Unter Umständen beißen die sich nach dem großen Erfolg RINGANAs jetzt in den A…., dass sie nicht nicht doch irgendeine Form der Kooperation abseits der gewohnten Wege gefunden haben.

Letztendlich hat RINGANA also eine Not zur Tugend gemacht, indem aus zunächst privaten Weiterempfehlungen das PartnerInnensystem ins Leben gerufen wurde.

Und so schwirren heutzutage viele fleißige Ringanesinnen und Ringanesen in der Weltgeschichte umher um die Kunde zu verbreiten – und wenn sie nicht gestorben sind, so schmieren sie noch heute.

🙂 HAPPY END 🙂

❤ Seelenstrip, Part III ❤
Part I: „Ach bist du jetzt auch in der Sekte?!“
Part II: „So geht`s mir wirklich mit Networkmarketing!“

3 Kommentare zu „Seelenstrip einer RINGANA-Partnerin, Part III – Von Schneeball- und Pyramidensystemen und anderen Vorwürfen“

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