Die perfekte gesunde Süßigkeit ohne Zucker – mit nur 2 Zutaten!

Zuckerfreie Nascherei (BLW-geeignet): Dattel-Kokos-Bonbons

Heute wird`s kurz und knackig:

Süß und gesund kann so einfach und lecker sein! Für dieses Rezept brauchst du nur 2 Zutaten und ein paar Minuten Zeit:

Alles was du benötigst sind Datteln und Kokosflocken. Nimm am besten Medjoul-Datteln – diese sind von vornherein so saftig, dass du sie problemlos pürieren kannst ohne sie zuvor in Wasser einzuweichen.

Püriere die Datteln, forme mit feuchten Händen aus der entstandenen Masse kleine Bonbons und wälze diese anschließend in Kokosflocken.
Länger wird der Blogeintrag heute nicht, denn: schon fertig! 😉

Da hab` ich nicht zuviel versprochen, oder?!

PS: Ich kombiniere die Dattel-Kokos-Bonbons übrigens gerne mit meinen selbstgebackenen zuckerfreien Keksen – sehr lecker!

Seelenstrip einer RINGANA-Partnerin, Part II ODER So geht`s mir wirklich mit Network-Marketing

MLM: supergeil oder superscheiße?

Mit Teil II meiner Seelenstrip-Reihe habe ich mir etwas Zeit gelassen. Tatsächlich ist es gar nicht so leicht meine Gedanken zu dem Thema zu ordnen und in passende Worte zu fassen.

Die überzeugten MLMler fürchten sich wahrscheinlich schon davor, was jetzt kommt. Andere reiben sich hingegen sensationslüstern die Händchen (nämlich die noch überzeugteren MLM-Gegner).

Aber wisst ihr was? So tragisch wird`s gar nicht. Eher lustig. Aber der obige Absatz beschreibt gut das Dilemma von Netzwerkmarketing: es scheint nämlich im öffentlichen Blickpunkt nur 2 Sorten Menschen zu geben: diejenigen, die es supergeil finden. Und diejenigen, die es superscheiße finden. Und die beiden Parteien bekriegen sich ganz gerne in Forumsdiskussionen.

Darum gibt es jetzt mal was dazwischen. Als PartnerIn, die vollends überzeugt von RINGANA, aber nicht gaaaanz so überzeugt von ihrem Dasein als Networkerin ist, lege ich hier die Karten auf den Tisch, und beleuchte folgende Punkte kritisch:

1. Die Dramaturgie
2. Die Vermischung von „privat“ und „beruflich“
3. Das Spiel mit der Sehnsucht
4. Umgang mit Kritik
5. Unangenehme Verkaufspraktiken

1. Die Dramaturgie beim Multilevelmarketing (MLM)

Network-Marketing kommt ja ursprünglich aus den USA. Und ganz ehrlich: mir ist vieles daran auch zu „amerikanisch“, sprich: zu theatralisch.
Es liegt mir nicht, ständig Sätze zu sagen wie „Wollen Sie nicht auch aus dem Hamsterrad aussteigen?“, mit unheilschwanger klingenden Phrasen  („Wann haben Sie verlernt zu träumen?“) um mich zu werfen und mich bei Nachfrage nach dem Beruf mit reißerischen Sprüchen à la „Ich rette die Welt und verdiene auch noch Geld dabei!“ vorzustellen. It`s too much drama, baby!
Und ganz ehrlich: ich finde es gibt auch ganz wenige Menschen, denen dieser typische Vertreter-Sprech steht. Klar, das ist sicher auch Übungssache, und vieles kann man in Rhetorikkursen lernen. Aber wenn man nun mal von Natur aus ein zurückhaltender, introvertierter Mensch ist, bezweifle ich dass man sowas jemals authentisch rüberbringt.

Bei Veranstaltungen bin ich irritiert darüber, dass um 10 uhr vormittags einige TeilnehmerInnen wie eine wild gewordene Horde von Teenagern bei einem Miley-Cyrus-Konzert (oder was auch immer die Kids heutzutage so hören…) den Raum stürmen um sich die besten Plätze zu sichern, und die Discolichter und laute Musik angemacht werden um die Vortragenden einzuklatschen. Ich muss sogar gestehen: mir ist das etwas peinlich, da es für mich nicht seriös wirkt. Ich empfinde eine übertriebene Aufmachung als unnötig, schließlich sind die Vorträge und Produktschulungen sehr gut und lehrreich – es braucht daher kein aufgeblasenes Spektakel, um von nicht vorhandenen Inhalten abzulenken. Ein ernstgemeinter begeisterter Applaus tut`s ja auch, um den Vortragenden unsere Wertschätzung zu zeigen.
Ich würde es begrüßen, wenn wir den Mut hätten, eine etwas „europäischere“ Version von MLM zu etablieren. Ein bisserl weniger bombastisch, dafür ein bisserl mehr Konzentration aufs Wesentliche. Würde auch besser zur sonstigen Corporate Identity passen, die sich ja allgemein sehr reduziert-zurückhaltend und puristisch-schön gibt. Aber gut. Das ist natürlich nur meine bescheidene Meinung.

Meine Lösung:

Ich klatsche etwas amüsiert und peinlich betreten zugleich mit und verkneife mir eine blöde Bemerkung – und konzentriere mich anschließend voll auf die Inhalte 😉
Schließlich tut`s ja keinem weh. Ich muss niemandem den Spaß verderben, nur weil ich das doof finde oder einen Stock im Popo habe. Und ich komme ja trotzdem an die Informationen, wegen derer ich gekommen bin.
Und abends, wenn`s dann ein gemeinsames Dinner und die Party gibt, bin ich voll mit dabei auf der Tanzfläche – denn da gehört das für mich hin!

Was die markigen Sprüche und theatralischen Ansagen angeht: die spare ich mir, weil sie einfach nicht zu mir passen. Ich rede ganz normal mit den Leuten. So wie ich nun mal bin. Logisch macht es Sinn mir regelmäßig anzuhören wie andere PartnerInnen Produkte oder das Geschäftsmodell präsentieren, da es mir hilft passende Formulierungen zu finden, mit denen ich mich wohl fühle und die mir leicht über die Lippen kommen. Und ich so Schritt für Schritt immer sicherer und rhetorisch gewandter werde – ohne einfach nur auswendig gelernte Gsatzerl runterzurattern oder Dinge zu sagen, die mir selber total deppert vorkommen, nur weil ein Coach genau diesen Satz empfohlen hat. Einfach die persönliche positive Erfahrung gepaart mit einem authentischen Wording – dann wird man als vertrauenswürdig und kompetent wahrgenommen. Eigentlich ist das wie in jedem anderen Beruf auch.

Was sagen die anderen?

„Aus welchem Grund darf ich nicht auch am Samstagvormittag in Discostimmung sein? Wieso muss eine berufliche Veranstaltung immer bierenst sein? Warum soll ich nicht tanzen, wenn mir danach ist? Ist es nicht großartig, dass unser Beruf so Spaß macht, dass wir selbst am Wochenende bei einer Fortbildung so gut drauf sind?“
Auch wieder wahr. Das ist also wohl Typsache. Die einen finden`s komisch, die anderen total super.
Und was den MLM-Sprech angeht: es gibt echt Menschen, die können das. Denen liegt das im Blut, die haben die Persönlichkeit dazu, sind extrovertiert, überzeugt von sich selbst und total natürlich dabei. Was soll ich sagen – dann funktioniert das auch grandios. Das sind die, bei denen ist es eigentlich wurscht was sie sagen: es klingt immer geil und löst diesen Will-Haben-Reflex aus.
Menschen, denen das nicht von Natur aus liegt, sollten nicht versuchen das nachzuahmen. Geht normalerweise mächtig in die Hose. Lieber den eigenen Stil finden – auch wenn das länger dauert.

2. Die Vermischung von „beruflich“ und „privat“ im Netzwerk-Marketing

Ich habe persönlich tatsächlich Schwierigkeiten damit, meine privaten Kontakte für mein Business zu nutzen. Ich mag keine Produktpartys bei mir zuhause machen. Es fühlt sich für mich nicht richtig an, von der Backwarenverkäuferin bis zur Urstrumpftant alle als potentielle KundInnen zu sehen – das setzt mich unter Druck, und zwar nicht die gute Art von Druck die mich dazu bringt mich weiterzuentwickeln, sondern sowas ist für mich negativer Stress. Ich möchte nicht darüber nachdenken mit welchem kernigen Satz ich RINGANA ins Spiel bringe, wenn ich im Campingurlaub am Lagerfeuer ein Pärchen kennenlerne.
Mache ich ja schließlich als Ergotherapeutin auch nicht – es würde mir im Traum nicht einfallen, sämtliche Mamis und Papis am Spielplatz darauf anzusprechen, welche Schwierigkeiten ihre Kinder denn so haben um so neue Therapiekinder zu akquirieren. Für mich überschreitet das die Grenze zur Einmischung.

Meine Lösung:

Zum Glück gibt es auch für eigensinnige Sturköpfe wie mich bei RINGANA eine Lösung: es werden in den Teams regelmäßig gemeinsame Produktpräsentationen in kleinem Rahmen abgehalten, an denen ich mit meinen InteressentInnen teilnehmen kann. Häufig finden diese in neutralem Rahmen statt: in einem kleinen Hotel, einem Seminarraum oder einer Praxis. Das ist perfekt für mich und entspricht meinem Bedürfnis nach Professionalität.
Darüber hinaus arbeite ich viel über soziale Medien – mit der richtigen Strategie erreiche ich viele Menschen, aber nur die, die es wirklich interessiert, ohne jemandem auf die Nerven zu fallen.
Im privaten Kontext bin ich weiterhin extrem zurückhaltend und warte tendenziell lieber ab, bis die Menschen von selber zu mir kommen – auch wenn das dazu führt, dass es sehr langsam vorangeht. Ich halte mich hier also überhaupt nicht an die empfohlene Konzeption (shame on me!).
Ich bin in einem Team, das das zum Glück vollends akzeptiert und keinen Druck macht. Dann wär ich nämlich sofort weg.

Was sagen die anderen?

Tatsächlich gibt es ganz viele RINGANA-PartnerInnen, die gerade den Umstand lieben, dass ihre private und berufliche Person nicht getrennt sind. Dass sie gemütlich im Kaffeehaus sitzen, auf einem Grillfest sein und am Strand liegen können und ganz nebenher auch KundInnen gewinnen. Dass sie sich unkompliziert zuhause mit FreundInnen und Bekannten treffen, sich einen feinen Abend machen und Produkte ausprobieren. Für die auch mit Fremden über RINGANA zu sprechen das Normalste auf der Welt ist. Weil sie es so empfinden, dass sie einfach das beruflich machen, was ihnen Freude macht, womit sie sich identifizieren, und daher eine Trennung von beruflich und privat gar keinen Sinn mehr für sie macht.
Ist also ebenfalls Typsache.

3. Das Spiel mit der Sehnsucht der Menschen im MLM

MLM hat den negativen Ruf, Menschen über ihre Sehnsucht nach schnellem Reichtum, Selbstverwirklichung, ihrem Traumhaus und nie endenwollender Happiness zu ködern. Auch ich empfinde die Grenze zwischen Motivation und Manipulation als manchmal recht fließend.

Jetzt ist das ein zweischneidiges Schwert: denn natürlich ist es wichtig, Ziele zu haben, zu wissen wo man hin will, und man darf auch Luftburgen bauen und an deren Verwirklichung arbeiten. Es ist auch legitim, dass jemand, der sein Team ausbildet, Interesse daran hat, dass sein Schützling, in den er Zeit und Energie investiert, auch Umsätze bringt und nicht unmotiviert und ziellos irgendwo dahindümpelt.

ABER: neuen PartnerInnen – ob nun offen oder suggestiv – zu vermitteln, dass die Sache mit dem Geldverdienen ganz super-easy und rasend schnell geht und sich der Zweitwohnsitz auf den Malediven quasi von selbst baut, ist in meinen Augen einfach grundlegend falsch, sowohl inhaltlich als auch moralisch.

Daher: die Arbeit mit RINGANA ist keine schnelle Geldmacherei. Es ist ein Job. Wenn du irgendwann sehr viel damit verdienen willst, musst du dich darauf einstellen, ein paar Jahre wirklich ordentlich reinzuhackeln und auch mal was investieren – von nichts kommt nichts, auch beim MLM nicht.

So, und da kommen wir zur Crux der Sache: ja, es gibt Menschen, die brennen dafür, die wollen das, die sind bereit für dieses Commitment. Die werden auch ordentlich Gas geben, an allen Fortbildungen teilnehmen, sich genau an die Konzeption halten, mutig sein um an den richtigen Stellen zu investieren und innerhalb von wenigen Monaten schon ganz gut aufgestellt sein. Das sind dann auch die, die dann irgendwann „im Rampenlicht“ stehen,  und davon erzählen welche Ziele auf ihrem Visionboard (das ist sozusagen sowas wie die persönliche „Wunschliste“) sie schon abhaken konnten.
Und es sei ihnen vergönnt! Denn sie haben wirklich alles richtig gemacht, und arbeiten  mit Spaß und Überzeugung, aber VIEL und HART dafür.

Und jetzt kommt das große Aber: viele sind meiner Erfahrung nach nicht so. Aus welchen Gründen auch immer: der eine will sich einfach von Vornherein nix antun und würd am liebsten im Lotto gewinnen oder reich erben, glaubt an irgendeine verschrobene Verheißung vom schnellen Geld beim MLM und schmeißt alles hin wenn er merkt dass das ja doch normale Arbeit ist. Die nächste würde ja gerne, findet aber neben Erstjob, Kindern und Hobbies sehr wenig Zeit dafür. Ein anderer hat null Spielraum beim eigenen Budget und kann sich kaum ab und zu selber Produkte leisten, um die dann herzeigen zu können. Und manche – so wie ich – sind einfach dazugekommen, weil sie die Produkte so lieben, haben aber gar nicht den Wunsch, weiß-Gott-wieviel damit zu verdienen, und fühlen sich dann ein bisschen wie ein Exot zwischen den supermotivierten NetworkerInnen mit ge-airbrushtem Dauergrinser, zwei erhobenen Daumen in Siegespose und offenbar beständig wachsendem Bankkonto.

Aber wisst ihr was ich denke? Wir sind keine Exoten. Wir sind wahrscheinlich sogar die Mehrheit – die Superchecker fallen nur mehr auf. Aber all diese Menschen sind dann unter Umständen etwas verunsichert und fragen sich, ob sie irgendwas falsch machen. Ob sie nicht was anderes wollen sollten. Beginnen darüber nachzudenken, welche großen Wünsche sie nicht noch im Leben hätten, die sie sich gerne finanzieren würden. Und obwohl bei ihnen die Voraussetzungen ganz andere sind, haben sie plötzlich dieses Bild im Kopf, dass sie das auch schaffen wollen. Schaffen sollen. Schaffen müssen.
Ich denke, es braucht schon eine ziemlich gefestigte Persönlichkeit, um da nicht in einen Sog hineingezogen zu werden, der einen letztendlich frustriert zurücklässt – weil dieses Szenario einfach an der persönlichen Realität vorbeigeht.

Mich persönlich würde es viel mehr abholen, wenn ich nicht immer nur die typischen Vollblut-PartnerInnen sprechen sehen würde, sondern auch welche, die von ihren Zweifeln erzählen, ihren Kritikpunkten, ihren Ups and Downs. Und auch solche, die sagen: „Hey, ich verdiene hier grade mal ein etwas besseres Taschengeld und für mich passt das genau – mehr will ich momentan gar nicht!“

Stattdessen bekommt man bei manchem MLMler das Gefühl, es wäre nicht erlaubt, auch mal mit wenig zufrieden zu sein. Es reicht nicht, einfach stinknormale Ziele im Leben zu habe – jeder braucht unbedingt eine bahnbrechende Vision. Man muss immer mehr wollen. Ansonsten ist etwas falsch mit einem – da muss man dann seine Glaubenssätze überprüfen, sein Mindset überdenken und zum Psychotherapeuten gehen damit man sich wieder traut Träume zu haben.

Ganz ehrlich: wie mir das auf die Nerven geht! Die Menschen sind so unterschiedlich, und nicht jeder muss Großes erreichen wollen. Klar gibt`s wahrscheinlich auch alleinerziehende Wunderwutzi-Mütter, die sich neben ihrem 40-Stunden-Job, 3 Kindern, dem Rosengarten und einem hyperaktiven Hund noch ein florierendes Einkommen mit einem Netzwerk erarbeiten – wahrscheinlich schlafen die halt nicht, sind extrem gute Zeitmanagerinnen und Meisterinnen im Koordinieren. Aber es ist durchaus zu akzeptieren, dass manche wirklich aus Begeisterung für die Firmenphilosophie RINGANA-PartnerInnen sein wollen, aber halt nicht bereit dazu sind ihr ganzes Leben dafür umzukrempeln, darauf auszurichten und alles andere hintanzustellen. Denen sollte man aber nicht vermitteln, dass sie sich dieselben Ziele vornehmen können wie die Wunderwutzi-Mami. Und schon gar nicht sollte man ihnen durch die Blume vermitteln, dass „zuwenig Zeit zu haben“ ja nur eine Ausrede sei, man in Wirklichkeit nur nicht wirklich wolle und man doch bitteschön seine Glaubenssätze nochmals hinterfragen soll.
Nein, denen sollte man sagen: „Wunderbar, du bist hier genau richtig – denn ein kleines bis mittleres Nebeneinkommen ist mit etwas Geduld für dich auch drin.“

Nicht jeder will nach Hawaii auswandern. Manche sind sehr glücklich in ihrer 3-Zimmer-Wohnung in Favoriten, und freuen sich einfach, dass sie sich dank ihrer nebenberuflichen Tätigkeit als RINGANA-PartnerIn einmal in der Woche eine Massage und ein nettes Candlelightdinner leisten können.
Die Menschen darauf zu trimmen immer mehr zu wollen, nach immer mehr zu streben, halte ich für problematisch – da kommt mir wohl die buddhistisch geprägte Erziehung meines Vaters dazwischen, die mir einflüstert: wir können nur glücklich sein, wenn wir uns von unseren Wünschen und Begehrlichkeiten frei machen…

Meine Lösung

Immer schön bei mir bleiben. Mir immer wieder vor Augen führen, was MEINE Motivation und MEIN Ziel ist. In mich hineinspüren, was mich glücklich in meinem Leben macht. Mich klar abgrenzen und nicht die Ziele anderer auf mich projizieren lassen.
Ich gehöre nicht zu denjenigen, die ihren Hauptjob hassen und deren Ziel es ist, diesen irgendwann aufgeben zu können. Im Gegenteil: ich bin lieber Ergotherapeutin als RINGANA-Partnerin; das liegt mir mehr, und ich bin dabei genauso selbstständig, selbstbestimmt und sogar mehr sinnerfüllt. Insofern war ich überhaupt nicht auf der Suche nach einem 2. Standbein. Aber ich mag die Herausforderung, diesen komplett anderen Input, und mich interessiert die Thematik einfach sehr. Und RINGANA bietet mir außerdem Möglichkeiten, die ich als Ergotherapeutin nicht habe – sprich: zeitungebunden, von jedem Ort aus tätig und vollkommen flexibel zu sein. Und ein RINGANA-Tag ist deutlich weniger anstrengend als ein Ergotherapie-Tag 😉

Meine Bereitschaft, sehr viel Zeit und Energie zu investieren, ist aber endenwollend – da bin ich auch ehrlich. Ich investiere soviel, wie es mir Spaß macht und wie es gerade in mein restliches Leben passt. Das ist mal mehr, mal weniger. Und mir ist egal, dass mein RINGANA-Business langsam wächst, denn ich bin nicht darauf angewiesen, und ich habe nicht das Gefühl, dass ich meine Tätigkeit als RINGANA-Partnerin dringend dafür brauche, meine persönlichen Ziele zu erreichen. Denn im buddhistischen Sinne „wunschlos“ bin ich natürlich nicht. Aber ich bin zufrieden mit dem, was ich habe – meine Ziele sehe ich als persönliche Herausforderung, die mich wachsen lässt; ich mache mein Glück aber nicht von der Erfüllung meiner Wünsche abhängig.

Ich verstehe einerseits, dass kleine Fische relativ uninteressant für Teamleiter sind, und die Business-fokussierten Vorträge daher immer auf die abgestimmt sind, die große Ziele haben. Andererseits denke ich: auch Kleinvieh macht Mist! Ich wünsche mir daher, dass es in Zukunft auch Seminare und Ausbildungstools gibt, die etwas mehr auf die Bedürfnisse von Kleinvieh wie mir eingehen 😉

Das sagen die anderen

Natürlich gibt es viele Menschen die unzufrieden mit ihrem Job sind. Die sich fremdbestimmt fühlen und sich nach eigenständigem Arbeiten mit freier Zeiteinteilung sehnen. Denen das Gefühl fehlt, sie würden mit ihrer Arbeit auch was Sinnvolles, „was Gutes“ tun. Es gibt viele, die daher die Tätigkeit als RINGANA-PartnerIn als Traumjob bezeichnen. Da es ganz anders ist als was sie von ihrem Hauptberuf kennen, und es ihnen neu ist, dass man sich so voll und ganz mit der Firmenethik identifizieren kann. Und für die es auch tatsächlich augenöffnend ist, sich mal mit ihren eigenen Bedürfnissen auseinanderzusetzen und wieder zu lernen sich zu fragen, was sie eigentlich vom Leben wollen.

Und selbstverständlich gibt es dabei auch diejenigen mit großen Visionen, richtige Anpacker, die am liebsten die ganze Welt aus den Angeln heben würden. Die motiviert das natürlich irrsinnig, wenn sie entsprechende Erfolgsgeschichten hören. Und ich habe diese Erfolgsgeschichten auch persönlich bei anderen Teammitgliedern live miterlebt – es ist mit dem richtigen Fokus also tatsächlich möglich. Nur damit da keine Missverständnisse entstehen.

Und jemand der langfristig das Ziel hat sein Netzwerkbusiness zum Hauptberuf zu machen, legt natürlich nicht so eine Wurschtigkeit an den Tag wie ich, sondern orientiert sich an der empfohlenen Konzeption, arbeitet fokussiert und im besten Falle effizient am Aufbau von relevanten Kontakten.

RINGANA selbst ist da von offizieller Seite her übrigens tiefenentspannt. Den PartnerInnen ist selbst die Entscheidung überlassen, wieviel er oder sie machen will. Immer wieder wird darauf hingewiesen, wie wichtig es ist in seiner Tätigkeit authentisch zu bleiben, seinen eigenen Weg zu finden und diesen in der persönlich bestimmten Geschwindigkeit zu gehen.

Diese Appelle gehen meiner Meinung nach aber leider oft in dem ganzen Drumherum etwas unter.

Ich selbst würde mir daher weniger Show, dafür mehr Ausgewogenheit wünschen und auch mal gern eine etwas schlichtere, unaufgeregte Story von jemandem hören, der 5 Jahre dabei ist, immer noch 500€ im Monat verdient, kein großes Team aufbaut und damit happy ist (und keine Veranlassung dazu sieht, mehr zu wollen).

4. Umgang mancher Netzwerker mit Kritik

Was soll ich sagen. Ich bin wohl nicht geboren zur PR-Frau. Ich bin einfach so wahnsinnig gern kritisch. Quasi die notorische Querulantin im Team.

Es gibt in meinem im Allgemeinen recht gleichmütigen Wesen genau zwei Dinge, die mich auf die Palme bringen: das eine ist Ungerechtigkeit. Die bringt mich echt zur Weißglut. Und das andere, wenn ich das Gefühl habe, es werden bestimmte Meinungen unterdrückt bzw. es wird regressiv mit Kritik umgegangen.

In manchen Teamkonstellationen scheint mir tatsächlich ein Diskurs nicht erwünscht und jegliche Kritik wird sofort abgeschmettert, sodass man sich schon gar nichts mehr sagen traut. Schlechte Erfahrung mit einem der Produkte? Unmöglich! Liegt garantiert daran, dass die Person was falsch gemacht hat. Oder am besten soll sie noch 7 andere Produkte verwenden – erst dann wäre der Körper bereit für das ursprünglich verwendete.
Du findest auch ein Produkt einer anderer Firma ganz gut? Kusch, nicht laut sagen, das geht ja gar nicht!!! Geschäftsschädigend sowas nur zu denken.
Du stehst manchen Geschäftspraktiken im MLM kritisch gegenüber? Geh von dannen, Zweiflerin! Warum bist du dann überhaupt noch hier?!

Meine Lösung

Ich halte mich einfach von entsprechenden Personen und Facebookgruppen, in denen das so gehandhabt wird fern, und gut ist`s.
Mein Team kennt mich, weiß um meine Begeisterung für die Produkte, und akzeptiert völlig dass ich was das Netzwerken angeht etwas bockig bin. Und nur weil ich jetzt nicht ALLES an diesem Job superduper finde, werde ich ihn ja wohl trotzdem noch machen dürfen. Mein Traumberuf, an dem mich wirklich NICHTS stört, muss wahrscheinlich noch erfunden werden.

RINGANA selbst geht übrigens sehr konstruktiv mit Kritik um. Man kann mit jedem Problem (wie z.B. einer Unverträglichkeit eines Produktes) oder Frage direkt an das Backoffice herantreten, und dort wird immer sehr kundenorientiert versucht eine Lösung zu finden.

5. Unangenehme Verkaufspraktiken

Das Geschäftsmodell MLM funktioniert zum Großteil über die Menge an Personen die man kontaktiert. Es gibt diese vielzitierte Formel: Wenn du 10 Personen ansprichst, werden 3 davon KundInnen und wiederum 1 davon PartnerIn.
Klingt im ersten Moment super. Aber ich komme auch nach all dieser Zeit immer noch nicht umhin, zu denken: „Schön und gut – aber was ist mit den restlichen 7?“ Wie viele davon werden von manchen patscherten PartnerInnen irritiert, genervt oder unter Umständen sogar total angepisst zurückgelassen? Und schadet das nicht letztendlich eigentlich dem Berufsbild?

Ich persönlich trete initiativ daher nur an Personen heran, die ich entweder schon sehr lange kenne und ein entsprechendes Vertrauensverhältnis da ist, bzw. an sehr ausgewählte Bekannte, bei denen ich mir relativ sicher bin, dass sie mit einer derartig gearteten Kontaktaufnahme einverstanden sind.

Ich missioniere also nicht jeden Menschen, der auf der Straße den Fehler macht, mir einen kurzen Blick zuzuwerfen. Ich stürze mich nicht wie eine Furie auf neben mir sitzende Passagiere im Flugzeug und zwangsbeglücke sie mit einer Runde Gesichtspeeling. Ich rufe nicht meine Cousine 10.en Grades an, die ich 15 Jahre nicht gesehen habe, erkunde mich vordergründig nach ihrem Befinden und versuche dann hintenrum ihr die Produkte aufzuschwatzen. Ich lade nicht Freunde zum Abendessen ein und mache plötzlich statt Dessert eine Produktpräsentation. Ich schreibe nicht wahllos Männer auf Facebook an, getarnt als harmloser Flirt, obwohl ich sie eigentlich nicht ins Bett sondern ins Business kriegen will. Ich verstehe ein „Nein, kein Interesse“ nicht als Aufforderung dazu, das Gegenüber weiterhin mit Informationen zu bombardieren. Ich verwende nicht manipulative verbale Tricks, um meinem Gegenüber die Telefonnummer herauszulocken, die er mir ursprünglich gar nicht geben wollte. Um dann alle 2 Wochen anzurufen bis diejenige Person dermaßen genervt ist, dass sie doch mal was bestellt, nur um ihre Ruhe zu haben.

Wird es von manch schwarzem Schaf so praktiziert, kommt es selbstverständlich extrem schlecht an. Anstatt einfach ohne Umschweife gleich zur Sache zu kommen, wird hier gerne versucht über das Hintertürchen reinzukommen – was naturgemäß von kaum jemanden goutiert und als seriös-kompetent empfunden wird. Oder es kippt ins andere Extrem und jemand wird als penetrant wahrgenommen.
So oder so – ich finde so eine Vorgehensweise unprofessionell und es wirkt sich negativ auf die gesamte Berufssparte aus.

Von RINGANA selbst werden recht klare Empfehlungen dazu abgegeben, wie man professionell auftritt – dennoch scheint einigen PartnerInnen das entsprechende Selbstvertrauen oder einfach das richtige G`spür dafür zu fehlen, wie man sich welchem Menschen am besten nähert. Und so kommt es immer wieder zu obigen „Verkaufspraktiken“.

Es begegnen einem auch immer wieder PartnerInnen, die wirklich fast mit fanatischer Inbrunst dabei sind. Die mit dem an sich ganz lustigen Spruch: „Menschen nicht von RINGANA zu erzählen ist unterlassene Hilfeleistung!“ ihre Keilerei vor sich selbst rechtfertigen. Vom eingewachsenen Zehennagel bis zum Hirntumor wird da alles mit RINGANA behandelt – so schnell kannst du gar nicht schauen werden aus Beratern für Naturkosmetik und Superfoods plötzlich Pseudo-Medizinerinnen und Naturheiler, was natürlich rechtlich gesehen mehr als problematisch ist (und von RINGANA übrigens entsprechend gar nicht gern gesehen ist).
Gegen wurscht welches Wehwehchen wird von manchem übereifrigen MLMler auf jeden Fall ein RINGANA-Produkt empfohlen. Und gibt es kein passendes, wird fieberhaft daran getüftelt, es passend zu machen. Bis mit einer Mischung aus 3 Tropfen Antifaltenserum, dem Inhalt einer Kapsel „move“ und einem der Verpackungsmaispopperl in einem schamanischen Ritual die Nachbarwohnung ausgeräuchert wird, weil man damit garantiert den gebrochenen Flügel des unlängst verstorbenen Wellensittichs der netten 90-jährigen Dame im Nachhinein noch heilen kann.

Meine Lösung

Ich denke, es ist ganz wichtig, sich immer wieder die Frage zu stellen: Welche Person bin ich? Was macht mich aus? Wer möchte ich sein? Und wie will ich von anderen wahrgenommen werden?
Und aus diesen Antworten kann ich dann ableiten, wie ich diesen Job anlege.

Oft wird die berühmte Komfortzone ins Spiel gebracht. Man müsse ja nur seine persönliche Komfortzone verlasse, denn diese würde einen nur bremsen.
Ja, stimmt. Das unterschreibe ich sofort. Da gibt es auch noch einiges, woran ich arbeiten möchte. Jedoch finde ich, dass man nochmals differenziert betrachten muss: was sind Denk- und Verhaltensmuster, die mich zurückhalten, die mich an einer Weiterentwicklung hindern und die ich gerne ändern würde? Und was sind Denk- und Verhaltensweisen, die mich vielleicht auch davon abhalten gewisse Dinge zu tun, die aber meiner Persönlichkeit entsprechen und die ich daher gar nicht verändern will? Denn manches hat einfach nicht mehr nur mit der Komfortzone zu tun – manches widerstrebt mir so dermaßen, dass meine persönliche Grenze überschritten wäre, würde ich mich dennoch dazu zwingen.

Das sagen andere dazu

Heiligt der Zweck alle Mittel? Natürlich passiert es immer wieder, dass jemand, der anfangs total skeptisch war, schlussendlich froh darüber ist, dass jemand so hartnäckig war – weil inzwischen begeisterter Kunde oder sogar selbst Partner.
Manchen gibt halt der Erfolg Recht. Irgendwo auch verständlich, dass die ihre Strategien weiter benutzen, wenn sie so gut damit fahren. Ich frage mich halt oft, wieviel verbrannte Erde sie wohl dabei zurücklassen, und ob das nicht auf lange Sicht dem Unternehmen eher schadet.

Aber es gibt selbstverständlich viele PartnerInnen, die machen diesen Job mit Herz und Hirn, und haben auch ein irrsinnig gutes Gefühl dafür, wie sie mit Menschen umgehen und sie begeistern können. Die stoßen halt manchmal an ihre Grenzen, wenn sie auf Menschen treffen, die zuvor schon mal eine schlechte Erfahrung mit oben genannten „Verkaufspraktiken“ gemacht haben und daher von vornherein total abblocken.

RINGANA selbst empfinde ich als sehr korrektes, wertschätzendes Unternehmen, das sich in erster Linie über die Qualität seiner Produkte und über den Nachhaltigkeitsgedanken definiert.

Natürlich sind die selbstständigen PartnerInnen bei RINGANA immens wichtig, und die meisten machen ja auch wirklich gute Arbeit. Aber es gibt halt schwarze Schafe – manche, die einfach rücksichtslos ihr Ding durchdrücken und nur auf ihren Erfolg bedacht sind, manche, weil sie zwar guten Willens, aber furchtbar ungeschickt sind, und manche, die halt einfach noch unerfahren sind. Ich habe da auch einige Anfängerfehler begangen, die mir diejenigen die „betroffen“ waren hoffentlich nachsehen 😉

Hattet ihr schon mal eine miese Erfahrung mit einem Installateur? Oder mit einem Arzt? Und schimpft ihr seither auf die gesamte Installateursbranche und würdet nie wieder eine ärztliche Leistung in Anspruch nehmen?
Worauf ich hinaus will: die meisten schlechten Erfahrungen, von denen ich in Zusammenhang mit RINGANA höre, haben absolut nichts mit der Firmenphilosophie und den Produkten zu tun, sondern mit einzelnen Personen, die`s einfach vermasselt haben.
Tatsächlich wäre es schade, darum gleich das ganze Unternehmen zu boykottieren.
Denn für jede Person gibt es die passende Beraterin oder den passenden Berater da draußen, mit dem man sich wohl fühlt. Für jeden Menschen gibt es das passende Team, falls man darüber nachdenkt, selber PartnerIn zu werden.
Denn zum Glück gilt ja bei RINGANA wie im restlichen Leben: freie Partnerwahl!

❤ Seelenstrip, Part II ❤
„Ach bist du jetzt auch in der Sekte?“ ODER Seelenstrip einer RINGANA-Partnerin, Part I
„Seelenstrip, Part III – Von Schneeball- und Pyramidensystemen und anderen Vorwürfen“ (folgt demnächst)

Nordic Chic – simpel und schön: DIY Adventskranz

Adventskranz im skandinavisch-puristischem Stil

LeserInnen der ersten Stunde können sich noch an mein etwas kompliziertes Projekt „Upcycling – der DIY Adventskranz!“ von letztem Jahr erinnern.
Heuer halte ich es einfach. Simpel, schön, fast skandivanisch-puristisch, möchte ich sagen. Außerdem nervenschonend und mit minimalem Zeitaufwand verbunden.
Wie gefällt euch mein diesjähriger Advents“kranz“?

Wer`s nachmachen will:
Ihr braucht lediglich 4 weiße Tafelkerzen und 4 kleine Glasfläschchen (hier eignen sich die Flascherl von unserem gesunden Energydrink RINGANAchi ganz wunderbar). Die Kerzen unten mit einem scharfen Messer abschaben, damit sie in den Flaschenhals passen – die Wachsflöckchen, die dabei entstehen, könnt ihr als Schneeflocken in die Flaschen füllen.
Die Flaschenhälse jeweils mit etwas Golddraht umwickeln.
Je ein Stück Sternanis mit der Heißklebepistole ankleben.
Die Kerzen auf einem weißen Teller aufstellen und mit etwas Holzwolle dekorieren (weniger ist bei dieser clean-chic-Version mehr).

Und dann braucht man nur noch darauf warten, bis es zum ersten Mal heißt: „Advent, Advent, ein Lichtlein brennt. Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier….“

Nahrhaftes Vogelfutter selbstgemacht – da kann kein Piepmatz widerstehen!

Simpel: Vogelfutter selber machen!

Es fröstelt – der Olivenbaum wurde in eine Isomatte gewickelt, die Canna-Knollen ausgegraben und die Würmchen in ihrer Wurmkiste warm eingepackt. Und: die Vögelchen wollen wieder gefüttert werden.
Damit es auch heuer wieder heißt: „Alle Vöglein sind schon da, alle Vöglein, alle“ habe ich mich so wie die letzten Jahre daran gemacht, Vogelfutter zuzubereiten.
Nachdem es den kleinen Piepmätzen so gut schmeckt und es ganz schnell gemacht ist, teile ich hier gerne das Rezept mit euch:

Ihr braucht 1 Teil Kokosfett, und 2 Teile Trockenfutter. Letzteres besteht idealerweise aus Haferflocken, verschiedenen Körnern wie Sonnenblumenkernen, Leinsamen & Co und eventuell ein paar zerkleinerten Nüssen und getrockneten Beeren.

Das Kokosfett langsam in einem Topf erwärmen bis es flüssig ist, anschließend die Haferflockenmischung einrühren. Die Vogelfuttermasse in eine eckige Form füllen und abkühlen lassen. Im Kühlschrank aufbewahrt hält das Vogelfutter locker den ganzen Winter über – soferne es nicht vorher aufgefuttert wird.

Bei Bedarf einfach stürzen, ein gefälliges Scheibchen abschneiden und appetitlich im Vogelhäuschen anrichten 😉

Wer`s etwas dekorativer gestalten möchte, kann die Masse in leicht abgekühltem, aber noch formbaren Zustand in Keksausstecher füllen oder Kugeln formen und wie Cake-Pops auf ein Ästchen stecken. Danach im Kühl- oder Gefrierschrank vollständig durchhärten lassen.

Das beste Maronimus und feine Maronikekse selber machen (ohne Zucker)

Gesunde Rezepte mit Esskastanien (Maroni)

Vor kurzem gab`s bei uns ja das mittlerweile schon zur alljährlichen Tradition gewordene Martinigansl. Eben jenes bereite ich mit einer Semmelknödelfülle zu, die neben Walnüssen, Apfelstückerln und Stangenzeller auch Maroni enthält.
Nachdem mir dabei aber ein Großteil der Maroni übriggeblieben ist, habe ich den Rest ein paar Tage später weiterverarbeitet – zu zuckerfreiem Maronipüree und -keksen.

Dafür ein 3/4 kg Esskastanien einschneiden und 20 Minuten in kochendem Wasser weich garen. Die mühsamste Arbeit kommt jetzt: das Schälen. Das dauert bei so einer Menge Maroni schon mal eine Weile, und auch wenn in meinem Fall viele dabei waren, die sich wunderbar aus der Schale lösen ließen, sind immer noch genug widerspenstige Exemplare dabei, sodass man direkt froh ist, wenn hie und da mal eine zum Wegschmeißen dabei ist 😉

Wenn das Schälen geschafft ist, ist der Rest dafür superschnell erledigt:
100ml Wasser mit 200g entkernten Datteln aufkochen lassen. 150ml Schlagobers (Sahne) und eine Prise Vanille hinzufügen.
Vom Herd nehmen und alles mit den Maroni in der Küchenmaschine oder mit dem Pürierstab zu einem feinen Maronimus verarbeiten.

Ich habe einen Teil des Pürees zum sofortigen Gebrauch zur Seite gestellt (z.B. direkt zum Essen als Maronireis – dafür einfach das warme Mus durch ein grobes Sieb drücken; bzw. für die Kekse – siehe unten), den Rest in mehrere kleine Gläser gefüllt und für später eingefroren.

Für die Kekse habe ich ein Eiklar steif geschlagen – wer die Kekse süßer möchte, kann den Schnee mit einem Esslöffel (Birken-)Zucker zubereiten.
100g Maronimus mit 75g geriebenen Mandeln und einem Teelöffel ungezuckerten Backkakao unter den Schnee heben.

Mit einem Löffel Kleckse auf ein gefettetes Backblech setzen und im vorgeheizten Ofen bei 180° ca. 12 Minuten backen.

Die Maronikekse waren der Hit bei unserem 1-jährigen Sohn – der hat sie fast alle an einem Nachmittag aufgefuttert. Das nächste Mal mache ich daher gleich eine größere Menge, denn sie lassen sich problemlos mehrere Tage in einem Vorratsglas aufbewahren oder auch einfrieren.

Habt ihr Ideen, was man sonst noch Gutes mit Maronimus machen kann? Freue mich auf eure Vorschläge in den Kommentaren!

Aluminium, Palmöl, Fluorid & Plastik – Was ist dran an den Schreckgespenstern 2.0? Teil III

Ölpalme, Palmöl

Palmöl ist ja derzeit omnipräsent und im wahrsten Sinn des Wortes in aller Munde. Nur in aller Munde? Nein, häufig auch auf all unsrer Haut.
Warum das so ist?
Erstens ist konventionelles Palmöl für die Kosmetikindustrie billig zu kriegen.
Und zweitens: Palmöl hat wunderbare Hauteigenschaften, da es rückfettend und stark antioxidativ wirkt. Man darf also bei der ganzen Diskussion nicht vergessen, dass nicht das Palmöl an sich „böse“ ist, sondern die ökologische Ausbeutung, die mit den Monokulturen einhergeht.
Etwas anders gestaltet sich die Situation in der Lebensmittelbranche, wo ja stark erhitztes, raffiniertes Palmöl verwendet wird, welches dringend in Verdacht steht, gesundheitsgefährdend zu sein, vor allem für Kinder.

Aber Palmöleinsatz ist selbstverständlich auch in der Kosmetik kritisch zu hinterfragen – und zwar: woher kommt das Palmöl? Welche Qualität hat es? Und wieviel davon wird eingesetzt?

Da Palmöl so einen furchtbar schlechten Ruf hat – und das großteils zu Recht -, wird gerne mal übersehen, dass es neben den riesigen umweltzerstörenden Palmölplantagen auch kleine Palmölbauern gibt, die sich um nachhaltigen Anbau von Ölpalmen bemühen. Mitglieder des „Roundtable on Sustainable Palm Oil“ (RFSPO) des WWF z.B. verpflichten sich zu folgenden Kriterien:

  • Keine Rodung von Primärwäldern und ökologisch wertvollen Waldflächen für Plantagen,
  • Schutz gefährdeter Tier- und Pflanzenartenarten auf der Plantage,
  • Schutz von Wasser, Boden und Luft (das bedeutet unter anderem: kein Abbrennen von Wald),
  • Einhaltung gesetzlicher Regelungen, darunter Landnutzungs- und Eigentumsrechte,
  • Keine Kinderarbeit, dafür Bildungsangebote für die auf der Plantage lebenden Kinder,
  • Einbindung und Förderung von Kleinbauern sowie
  • Kontrolle der Plantagen durch unabhängige, autorisierte Prüfer

Ein erster Schritt, dem noch viele weitere folgen müssen, aber klar wird hier auch, dass ein Totalboykott von Palmöl ohne die Herkunft zu hinterfragen problematisch ist, da damit auch die Lebensgrundlage vieler Menschen zerstört wird, die sich bemühen, hier bessere Weichen für die Zukunft zu stellen.
Darüber hinaus wurde auch das Forum Nachhaltiges Palmöl (FONAP) ins Leben gerufen, dessen Mitglieder eine Selbstverpflichtung eingehen, die noch über den Kriterien der RSPO Zertifizierung steht.

Abgesehen von der zertifizierten Herkunft sollte Palmöl auch nur in minimalen Mengen eingesetzt werden. Das heißt: nur soviel, wie für die perfekte Wirkung notwendig, und nicht als billiger Füllstoff, um quasi eine Tube auf günstige Art voller zu kriegen.
Der Löwenanteil des weltweit angebauten Palmöls geht ja für die Treibstoff-, Waschmittel- und Lebensmittelindustrie drauf. Für Palmöl in der Kosmetik würde es bei vernünftigem Einsatz keine Monokulturen brauchen, denn hier sprechen wir im Vergleich von verschwindend geringen Mengen.

Im Frischewerk in der Steiermark wird Palmöl nicht als eigentlicher Rohstoff verwendet – viele Produkte sind ohnehin komplett palmölfrei, aber teilweise kommen Palm(kern)ölderivate in einigen Produkten in geringen Mengen vor, da in der Hautforschung bisher noch kein Ersatz in Sicht ist, der nur annähernd die gleich gute Wirkung und Qualität bezüglich des antioxidativen Schutzes liefert.

Um die Relationen besser verständlich zu machen, hier ein recht eindrückliches Beispiel:
Benutzt ihr 12 Flakons einer RINGANA-Gesichtscreme, habt ihr ungefähr gleich viel Palmöl verbraucht, wie in einem Biss eines Croissants enthalten ist.

Womit RINGANA wohl im Rittern um den Titel zum „Raubbau-Bösewicht des Jahrhunderts“ ziemlich aus dem Rennen ist 😉 (wir gewinnen lieber schöne andere Preise, wie den Klimaschutzpreis des ORF 2016 ❤ )
PS: Hier findet ihr die ersten Teile meiner „Schreckgespenster“-Blogserie:

#MeToo – Das wahre Ausmaß sexueller Belästigung und warum noch viel Aufklärungsarbeit nötig ist

#MeToo

 

Vorhin hat mich eine Selbsterkenntnis ereilt, die ich unbedingt mit euch teilen möchte.

Seit gestern verfolgt mich ein Hashtag mit folgendem Wortlaut auf Facebook: „me too“ („ich auch“). Zur Erklärung: weltweit weisen Frauen auf die Problematik von sexueller Belästigung hin, indem jede Frau, die jemals sexuell belästigt oder angegriffen worden ist, ‚Ich auch‘ als Status schreibt. Ziel ist es, den Menschen ein Gefühl für das tatsächliche Ausmaß des Problems zu geben.

So. Nun habe ich mich grade vorhin dabei ertappt, dass ich heimlich darüber nachgedacht habe, ob ich das überhaupt in meinen Status schreiben darf. Ob ich quasi die Berechtigung dazu habe. Ob die vergleichweise geringfügigen Übergriffe, die ich erlebt habe, ausreichen. Ob ich mit dem Status #MeToo ein falsches Bild vermitteln würde. Ob dann nämlich jeder denken würde, ich wäre vergewaltigt worden. Als ob ich mit den Opfern schwerer sexueller Gewalt „nicht mithalten“ könne.

Als ich bemerkt habe, dass diese Gedanken in mir schlummern, wurde ich plötzlich richtiggehend wütend. Wütend auf die Gesellschaft, die immer noch weitgehend so tut, als wäre sexuelle Belästigung bis zu einem gewissen Grad ein Kavaliersdelikt. Oder ein frecher Bubenstreich. Und ich wurde wütend auf mich selbst, dass mich diese Einschätzung offenbar mehr beeinflusst als ich zugeben möchte. Das hat mich überrascht, da ich dazu eigentlich eine ganz klare Meinung habe (oder gedacht habe zu haben), und dennoch habe ich einen ganzen Tag lang gezögert, den Status zu teilen. Wenn es schon mir als an sich aufgeklärter emanzipierter Frau so geht, wie geht es dann erst anderen? Hier ist also noch viel Arbeit zu tun.

Also nein, ich wurde nie vergewaltigt. Und nein, ich wurde nie dazu gezwungen, sexuelle Tätigkeiten gegen meinen Willen auszuführen.

Aber: ja, mir wurde von wildfremden Männern an Busen und Po gegrapscht. Mir wurde auf Tanzflächen zwischen die Beine gegriffen. Männerkörper haben sich in dicht besetzten Bussen mehr oder weniger auffällig an mir gerieben. Es wurde sowohl dicht vor meinen Augen mit einem Lachen im Gesicht oder vermeintlich heimlich hinter meinem Rücken onaniert, auf Stränden, in Parks, im Zug. Ich wurde verbal von Männern belästigt, die mir hartnäckig bis zur Haustür gefolgt sind, zwar ohne mich anzufassen, aber dafür mit mehr als eindeutigen Angeboten bzw. aggressiven Aufforderungen. Ich wurde von Männern, die an sich meine Sexualpartner waren, trotz mehrmaligen Neins bedrängt und unter Druck gesetzt.

Und wisst ihr was? Das ist NICHT okay. Und ich denke, genau darum geht es bei #MeToo: aufzuzeigen, dass sexuelle Belästigung nicht erst bei Vergewaltigung anfängt. Sondern schon viel früher. Nehmen wir vermeintlich „harmlose“ Übergriffe nicht mehr einfach so hin. Es ist nicht normal. Es ist nicht egal.
Daher: #MeToo

You too?