Von Vätern und Müttern und Alltagssexismus

Finde den Fehler:

Bernd, 30 und Vater einer 1-jährigen Tochter, führt ein geschäftliches Gespräch mit einem seiner Kunden. Dieser fragt im Zuge dessen interessiert: „Und wo ist die Kleine, während Sie arbeiten?“

Klaus, 34, 2 Kleinkinder zuhause, erhält beim Vorstellungsgespräch leider eine Absage: „Ich bin ganz ehrlich zu Ihnen: Kinder in DEM Alter sind ständig krank, Sie werden zu oft ausfallen – das geht bei uns einfach nicht!“

Markus, 29, ist Vater eines 10-monatigen Babys. Auf einem Fortbildungswochenende staunen seine KollegInnen nicht schlecht: „Was? Deine Frau schafft das 2 Tage ganz alleine mit dem Baby?!“

Georg, 25, trifft sich für 2 Stunden mit einem Freund im Kaffeehaus, während seine Frau mit dem 4 Monate alten Baby im Tragetuch spazieren geht. „Wow!“ sagt die Nachbarin beim Nach-Hause-Kommen, „was für eine tolle Mama!“

Sebastian, 35, Vater eines 3-jährigen Buben, fährt eine Woche auf Geschäftsreise. „Und wer kümmert sich währenddessen um das Kind?“ fragt die Tante besorgt.

Hannes, 28, trifft samstags um Mitternacht am Heimweg einen Bekannten. „Hast du nicht grade vor einem halben Jahr ein Baby bekommen? Wo ist das denn gerade?!“ fragt dieser erstaunt.

Egal, wo Wolfgang, 34 und Papa eines fast 1-jährigen Bubens, hinkommt, ob im privaten oder beruflichen Kontext, überall sind alle Leute voll des Lobes für seine Frau: „Es ist soooo cool, dass sie auch in Karenz ist!“

Und? Habt ihr den Fehler gefunden? Ist euch irgendetwas seltsam vorgekommen, irritierend, unpassend, nicht ganz kosher?!

Wenn ja, dann sollten wir uns mal fragen, warum das eigentlich so ist. Ersetzen wir die Bernds und Georgs von oben nämlich durch Claudias und Verenas, sieht die Sache schon wieder ganz anders aus. Dann sind diese Fragen und Aussagen nämlich völlig normal. Warum eigentlich?

Dass wir als Mütter permanent mit solchen Sätzen konfrontiert werden, kann ganz schön nerven. Und ich will hier nicht einseitig jammern: es sind auch die vielen großartigen Väter in Schutz zu nehmen – denn wer sagt denn, dass ein Mann sich nicht genauso engagiert um sein Kind kümmern kann wie die Mutter? Interessiert aber – v.a. im Arbeitsalltag – offenbar keinen.

Aber selbst in Beziehungen, die weitgehend gleichberechtigt ablaufen, was Kindererziehung angeht (wobei Studien sowie meine höchstpersönliche empirische Datensammlung zeigen, dass das leider meist noch Wunschdenken ist), verstehen die Männer häufig nicht warum sich ihre Frauen immer noch benachteiligt fühlen – weil sie ja „eh schon so viel tun“.

Tadaaa! Hier haben wir also einen der Gründe: junge Mütter finden sich ständig in oben genannten Situationen wieder. Niemand hinterfragt das, oft nicht einmal die Frauen selbst. Die nicken vielleicht selber auch noch begeistert, wenn ihrem Mann jemand Bewunderung zollt, weil er auch einmal das Baby wickelt, wenn Besuch da ist.

Selbst im 21. Jahrhundert, in unserer vermeintlich so aufgeklärten Gesellschaft, sitzen die Klischees und der Alltagssexismus tief in unseren Köpfen. Nicht dass es nicht eine tolle Leistung wäre, sich gut um sein Kind zu kümmern – was aber bei Männern immer noch hoch gelobt wird, wird bei Frauen als Selbstverständlichkeit vorausgesetzt.

Ich wünsche mir also in Zukunft mehr dieser Szenarien:

Claudia, 33, Mutter von 4-jährigen Zwillingen, fährt eine Woche auf ein Yoga-Retreat auf Kreta. Niemand fragt nach, da völlig klar ist, dass die Kleinen beim Papa gut aufgehoben sind.

Verena, 29 und frischgebackene Mama, beginnt 8 Monate nach der Geburt wieder zu arbeiten. Niemand fragt nach, da völlig klar ist, dass der Vater nun in Karenz ist.

Mona, 35 und bisher Vollzeitmama von 2 Kindergartenkindern, bewirbt sich um eine Stelle. Niemand fragt nach, da völlig klar ist, dass sich Mutter und Vater die Betreuungszeiten aufteilen und die Arbeitsleistung der Frau dadurch genauso viel oder genauso wenig beeinträchtigt ist wie die des Mannes.

Hanna, 27, trinkt in Ruhe ihren Kaffee bei der Familienfeier, während ihr Mann dem Baby den angespiebenen Body wechselt, auswäscht und aufhängt. Niemand kommentiert es, da völlig klar ist, dass das ganz normal ist.

Oder noch besser: Hanna, 27, trinkt in Ruhe ihren Kaffee bei der Familienfeier, während ihr Mann dem Baby den angespiebenen Body wechselt, auswäscht und aufhängt. „Super, wie du das machst!“ sagen die Verwandten. Als Hanna eine halbe Stunde später die volle Windel wechselt, zollen sie ihr Anerkennung: „Großartig, wie du dich kümmerst!“

Damit wäre Barbara, 37, Mama eines 2-Jährigen und SSW 29+6, hochzufrieden 😉

Neulich am Spielplatz: Von Helikoptereltern und Supermami-Bashing ODER Warum wir aufhören sollten übereinander herzuziehen

Neulich am Spielplatz:
Während mein Zweijähriger ein paar Meter von mir entfernt versucht, allein den höchsten Kletterturm zu erklimmen, wird nebenan die mindestens vierjährige Leah-Viktoria von ihrem sehr besorgt wirkenden Vater auf die Rutsche begleitet, und – ich traue meinen Augen kaum – der etwas beleibte Papa quetscht sich anschließend tatsächlich hinter dem Töchterlein auf die Rutsche und bestreitet mit ihr gemeinsam die halsbrecherische 2 Meter lange Talfahrt, ungefähr im Tempo einer Nacktschnecke.
Während mein Kleiner mittlerweile triumphierend oben am Turm angekommen ist und vor Freude nahe am Abgrund auf und abzuhüpfen beginnt, was sogar mich dazu bewegt, mich schützend unter ihn zu stellen, höre ich ein gellendes „Um Gottes Willen, Marcel-Frederik!“ über den Platz schallen. Alarmiert blicke ich mich um, dem Tonfall zufolge muss eine kleine Katastrophe passiert sein, und tatsächlich: der kleine Marcel-Frederik hat doch anstatt der Reiscracker die Pombären entdeckt, die die Mutter für den elterlichen TV-Abend auf der Couch gekauft und offenbar nicht tief genug in der Buggytasche versteckt hat. Während Marcel-Frederik sich nun die Pombären genüßlich in den Mund stopft, steht der Mutter einerseits die Panik ins Gesicht geschrieben – die Erkenntnis: wahrscheinlich ist da ja sogar Palmöl drin! – sie sieht schon das Jugendamt vor der Tür stehen, von wegen Vergiftung und alles. Andererseits der Zwiespalt: dem Kind lieber nicht die Packung wegreißen, dieser aggressive Akt könnte es womöglich traumatisieren und maßgeblich in seiner weiteren Persönlichkeitsentwicklung hemmen.
Inzwischen verdrückt mein Sohn ein paar Weintrauben und bietet ein paar davon Leander-Lucian an, der mit ernster Miene erklärt, sowas esse er nicht, da wäre ja urviel Zucker drin und das sei seeeehr ungesund. Aus den Augenwinkeln beobachte ich Leander-Lucians Mama, die so tut als würde sie in ihrem Ratgeber über selbstbestimmtes Schlafen bei Kindern schmökern, in Wirklichkeit aber genau zugehört hat und zufrieden vor sich hinlächelt.
Während Ruben-Benjamins Mutter ihrem barfüßigen Sohn mit den Socken in der Hand wild-fuchtelnd nachrennt (es hat übrigens 25 Grad im Schatten), Maja-Edeltrauts Oma hektisch mit Feuchttüchern über das gesamte Gesicht des brüllenden Babyenkels wischt, als würde jederzeit einsetzende Krätze drohen, und der Vater von Jona-Friedrich dem 3-Jährigen mit geduldiger Stimme lang und breit erklärt, warum er dienstags besser zum rhytmischen Bodenturnen anstatt zur Kreativ-AG gehen sollte, sitzt mein kleiner Rabauke selbstvergessen in der Sandkiste, überschüttet sich mit Gatsch und ich frage mich, ob ich nicht ganz schnell mit ihm hier weg sollte, bevor hier noch jemand guten Einfluss auf mein Kind nehmen könnte oder  noch schlimmer: mich in ein Gespräch über die ergonomisch korrekte Einstellung des Sitzwinkels im Bugaboo, kindgerechte Aufbereitung von Nachrichten oder die unterschätzte Gefahr von der Schaukelaufhängung herabfallender Metallspäne verwickelt, die sich durch die Reibung lösen, ins Auge des schaukelnden Kindes fallen und dort eine böse Entzündung mit folgendem Hirnschlag auslösen könnten.

Oh, ich sehe sie schon vor mir, diejenigen, die jetzt herzhaft lachend und zustimmend nickend vor ihren Bildschirmen sitzen, beinahe geifernd, über ihre Tastatur gebückt darauf lauernd, endlich ihren Kommentar abgeben zu können: die Mamas der Ronja-Lieselottes, die der Meinung sind, es wäre keine echte Kindheit, hätte man sich nicht mindestens einmal einen komplizierten Unterarmbruch zugezogen, wegen dem man die ganzen Sommerferien über nicht ins Freibad gehen durfte. Carl-Uwes Papa, der romantisch-verklärt in Erinnerungen darüber schwelgt, wie er als kleiner Stöpsel völlig unbeaufsichtigt mit einer Gruppe anderer 10-Jähriger ganze Flüsse durchschwommen hat – quasi Mutprobe. Kilometerweit hätte es ihn abgetrieben, und er musste alles wieder zu Fuß nach Hause gehen, haha, DAS war halt noch Freiheit.
Shayenne-Deborahs Mutter scheint geradezu stolz darauf zu sein, es geschafft zu haben, dass das Töchterchen sich hauptsächlich von Fischstäbchen und sauren Apfelringen ernährt, im Gegensatz zu diesen tofuverrückten Gesundheitsapostelmütter mit ihren Kia-Tschia-Dingsbumssamenpuddings.
Da wird darüber schwadroniert, was Kinder früher alles durften, warum damals sowieso alles besser war, wie furchtbar diese Helikoptereltern heutzutage wären, und außerdem wird gerne und oft der Lieblingssatz strapaziert: Wir leben ja schließlich auch noch. Oder nicht?!?

Oh ja, richtig: WIR haben tatsächlich unsere Kindheit überlebt. Sonst könnten wir hier ja nicht so fleißig klugscheißen. Die, die vielleicht wirklich als Kind in einer kniehohen Pfütze ertrunken sind, sich an Listerien in Rohmilch vergiftet haben oder sich beim unglücklichen Sturz vom Baum das Genick gebrochen haben, haben dieses Privileg nämlich nicht mehr. Die kleine Katharina, die nach dem Verzehr des Nusskuchens bei ihrer Tante erstickt ist, da die liebe Verwandte dachte man müsse das mit den Allergien ja nicht so dramatisieren, kann heute als Erwachsene nicht kichernd darüber mitdiskutieren, wie lächerlich es ist, dass heutzutage kaum ein Kindergeburtstag ohne genauester Anweisungen bezüglich erlaubter Lebensmittel durch ach-so-anstrengende Eltern auskommt.
Und so dramatisch muss es ja auch gar nicht ausgehen: spätestens, wenn bei besagtem Kindergeburtstag der schwarzgelockte Nepomuk-Valentin über Bauchkrämpfe klagt und kurz darauf mit plötzlich einsetzendem Durchfall auf dem neu verlegten Teppichboden sitzt, gleichzeitig die sonst so niedliche Lara-Sophie im Zuckerschock die halbe Wohnung demoliert und der kleine Wendelin das Grillwürstl in die Blumentöpfe speibt, während der Gastvater bereits mit 2 Wildfängen in der Unfallambulanz sitzt, weil diese ohne zu zögern oder jegliche Gefahreneinschätzung  von der Gartenmauer gesprungen und im angrenzenden Stacheldraht gelandet sind, ja spätestens dann schwant es den superentspannten, „lasst-den-Kindern-doch-ihre-Kindheit“-predigenden Gasteltern so langsam, dass die Warnungen der angeblichen Helikoptereltern vielleicht doch nicht nur deren verqueren Spinnereien waren. Sondern dass Nepomuk-Valentin offenbar TATSÄCHLICH eine Glutenunverträglichkeit hat, Lara-Sophies Eltern ihr aus gutem Grund keinen Zucker erlauben, Wendelin, der entweder gar kein Fleisch oder höchstens das frische Bio-Fleisch vom Bauernhof des Vertrauens essen darf, extrem auf Glutamat in verarbeitetem Fleisch reagiert, und ADHS eventuell doch existiert.

Das haltet ihr jetzt für übertrieben? Auch nicht übertriebener als die Szenarien im ersten Absatz…
Warum ich hier den Spieß umgedreht habe, obwohl ich mich selber eher zu den „entspannten“ Müttern zähle, die einem explorierfreudigen 2-Jährigen nicht auf Schritt und Tritt folgen und neben frisch geschroteten Buchweizenflocken auch mal ohne schlechtes Gewissen ein Danyplussahne kredenzen?
Weil ich nur daran erinnern wollte, wie leicht es ist, über andere herzuziehen. Ja, tatsächlich kann das richtig Spaß machen, es befriedigt unsere niedrigsten Triebe, und ich gebe es zu: auch ich hatte diebische Freude am Verfassen beider (!) Textteile.

Es ist ein Leichtes, beide Positionen extrem darzustellen. Aber letztendlich ist es doch so: genausowenig wie ein Fleischliebhaber von einem roh-vegan-lebenden Mitmenschen missioniert oder angegriffen werden möchte, ist es umgekehrt nicht okay auf selbigen Roh-Veganer loszugehen, indem man sich über ihn lustig macht. Vor allem dann, wenn ich diese Person und deren Beweggründe nicht oder zumindest nicht gut genug kenne.
Und wenn mich die Eltern von Jeremiah-Maximilian darum bitten, dem Kind bei seinem Besuch kein Obst zu geben, brauche ich das weder zu kommentieren noch zu bewerten, sondern halte mich einfach aus Respekt daran. Genauso, wie ich einem Vegetarier, der zum Grillfest kommt, nicht absichtlich ein blutiges Steak auf den Teller knalle, dem gläubigen Muslim kein in Schweineschmalz gebratenes Gemüse reiche oder jemandem, der mir erzählt hat er möge keine Tomaten, den Caprese-Salat vorsetze, nur weil ich seine Abneigung gegen Tomaten dämlich finde. Das gebietet mir doch schlicht und einfach der menschliche Anstand.

Und wenn Eltern, die selbst als Kinder schlechte Zähne hatten und die schlimme Erinnerungen an frühe Zahnarztbesuche quälen, das ihrem Kind gerne ersparen möchten und ihm daher auch mit 3 Jahren noch keinen Zucker geben – wenn ein Vater, dessen Bruder als Kleinkind durch die Windschutzscheibe geknallt ist, auf den Reboarder besteht und sich weigert, auch nur für 2 Kilometer ohne passenden Autositz mit seinem Kind in ein Auto zu steigen – wenn eine Mutter, die selbst als Kind  unter ständigen Bauchschmerzen gelitten hat, erfährt dass ihr Sohn ihre Laktoseintoleranz geerbt hat und sie ihn daher laktosefrei ernährt – dann, ja dann haben andere Menschen, die das anders halten, doch bitteschön ihren frechen Mund dazu zu halten.

Ja, man kann eine Meinung zu all dem haben, und ja, man kann dieses und jenes übertrieben finden, und ja, es darf auch mal überspitzt und lustig dargestellt werden – mir selbst wird ja nach meinem Blogartikel über Mama-Gruppen auf FB eine scharfe Zunge nachgesagt… aber auch damals ist mir bereits unangenehm aufgefallen, wie schnell in diversen Kommentaren der an sich in vielen Punkten auch selbstironisch gemeinte Artikel von anderen als Sprungbrett für hämisches Elternbashing missbraucht wurde. Und das hat dann schon nichts mehr mit humoristischer Aufarbeitung zu tun, sondern ist schlichtweg verletzendes Übereinanderherziehen. Also: auch wenn es manchmal noch so verlockend wäre, andere ins Lächerliche zu ziehen – vielleicht sollten wir mal vorher über uns selber nachdenken. Denn auch wir haben bestimmt genügend Verhaltensweisen und Eigenheiten, über die sich andere lustig machen könnten.
Ich z.B. hab so die komische Angewohnheit,… ach nein, ich verrat`s jetzt nicht – sonst sagt noch wer was Blödes 😉

 

Vergiss „perfekt“! Die Entstehungsgeschichte eines komplett instagram-untauglichen Bärlauchpestos

Bärlauchpesto selbstgemacht

Ha! Nehmt dies, ihr InstagrammerInnen! Ganz ohne Filter, hübsche Mascherl, gehandletterte Etiketten, Retro-Blümchen-Stoffhauberl und sonstigen Deko-Firlefanz. SO sieht es nämlich tatsächlich aus, wenn eine Working Mum Bärlauchpesto macht.

Ok, das will jetzt wahrscheinlich keiner auf einem Blog, Instagram oder Facebook sehen. Sondern eher, dass ich den Bärlauch während eines pädogogisch wertvollen Spaziergangs durch einen naturbelassenen Wald weit weg von Autoverkehr und Hundelulu gesammelt habe. Dass mein knapp Zweijähriger noch als Opa seinen Enkerln von den dort erlebten wundervollen Naturerlebnissen erzählen wird, von selbstgebastelten Blumenkränzen über das Beobachten herumtollender, vom Frühlingsduft trunkener junger Rehe bis zum wahnsinnig spirituellen Gefühl des Umarmens eines frisch knospenden Baumes.

Mein Kind sollte dabei am besten aussehen wie direkt Astrid Lindgren`s Bullerbü aus den 50-ern entsprungen, schirmkappenbemützt, mit Lederhosenträgern und einer wollenen Knickerbocker behost, und selbstverständlich einem hübschen Weidenkörbchen am Arm.
Ich selbst im fesch-legeren Freizeitstyle, schwärmerisch gen Himmel blickend, die Lippen in 540 ravishing rouge, und die frisch lackierten Fingernägel wie zufällig irgendwo am Bildrand platziert, um einen hübschen Farbkontrast zu dem betont lässig über die Schulter geworfenen Jopperl aus Birkenrindenleder zu schaffen, durch und durch cruelty-free. Die Stoffpatscherl blitzsauber, und die Pausbackerl gesund gerötet von der guten Luft.

Am besten dann noch schnell der Kleider entledigt und mich so lange verrenkt, bis ich ein Foto meiner postpartalen Bikinibridge (haha) ins Netz stellen kann. Die chilligen 18 Grad sieht dann ja keiner. Bräunungsaktivator und Straffungscreme geschickt im Bild drapiert, denn immerhin soll ich ja auch noch in eigener Sache influencen. (Ist das jetzt Anti-Influencen?! Ich weiß es nicht…)

Anschließend einträchtige Pestozubereitung in der pastellfarbenen Retroküche, lachende Kinderaugen, begeistertes Rühren mit dem Holzlöffel und die obligatorischen Bärlauchpastentupfer auf dem heiteren Kindernäschen. Liebevolles Einfüllen und Dekorieren der fertigen Gläschen und dann noch eben schnell ein Foto von dem ganzen Glück online gestellt! Hach, diese Idylle.

Wie es tatsächlich war? Kind nach dem Kindergarten bei Nieselregen in den städtischen Park um die Ecke geschleift. Bärlauch gepflückt, ohne mich bei jedem Ausreißen eines Blattes zuvor bei der Natur für ihre gütigen Gaben zu bedanken. Kind hat Grashalme und Blatterl abgerupft und mit ins Bärlauchsackerl geschmissen, damit ich mir nachher leichter beim Aussortieren tu`.

Letzteres war übrigens eher so im Slackerstyle: Trainingshose mit hohem Polyesteranteil, geschenkt bekommen von der uralten Nachbarin, schirch wie die Nacht (also die Hose, nicht die Nachbarin). Die wirklich sehr nette Dame beglückt uns nämlich vorzugsweise mit knisternden Billigsdorfersocken, in ihren Augen sicherlich wahnsinnig schönen rosa Plastik-Rüschendeckerln und undefinierbaren abgepackten Cremewafferln, erstanden entweder im türkischen Diskonter oder als Bazar-Schnäppchen vom letzten Heimurlaub mitgebracht.
Und da Mama manchmal einfach nicht den Nerv hat neben Arbeit, Zugspielen, Kochen, Aufräumen, und so weiter und so weiter, auch noch Wäsche zu waschen, wird immer mal wieder dankbar auf die edlen Polyesterspenden zurückgegriffen.

Ich selbst sah übrigens nicht einen Deut besser aus, denn stellt euch vor, ich hab mich nicht extra gekämmt, gestriegelt und herausgeputzt, sondern die alte abgenudelte Fleecejacke übergeworfen und beschlossen dass „schnell zusammenbinden“ auch eine Frisur ist.

Am Heimweg ein vor Industriezucker strotzendes, nicht-veganes Eis gegessen.
Nicht dass ich dann nicht eh ein bisserl ein schlechtes Gewissen hätte. Von wegen ungesunder Ernährung natürlich in erster Linie, und dann noch der vermaledeite Plastik-Wegwerflöffel, kruzifix. Aber ganz ehrlich: auch als bio-affine, plastikvermeidende, frisch kochende vermeintliche Supermami bin ich nicht perfekt und hab auch wenig Lust dazu mich so zu inszenieren. Denn verdammt: manchmal will ich mich einfach entspannt mit meinem Kleinkind auf eine Parkbank setzen, ein Eis aus einem depperten Becher essen und diesen dann samt dem Sch… Löffel in die nächste Tonne hauen. Und später gibt`s dann noch ohne schlechtes Gewissen ein Weißmehl-Kipferl, wohlgemerkt mit den vom Eis klebrigen Fingern, die inzwischen schön an Hauswänden entlanggestreift sind. Seufz. Wird schon gut für`s Immunsystem sein, gell.

Was soll ich sagen. So war`s eben und mehr ist nicht dahinter.
Achso, ja: das Pesto hab ich dann auch noch gemacht. Irgendwann noch schnell um 22 Uhr, als das Kind im Bett war. Und dann sieht das eben so aus und nicht anders: in x-beliebige Gläser abgefüllt und im Kühlschrank verstaut, direkt unter der Whiskeyflasche 😛

Seelenstrip einer RINGANA-Partnerin, Part III – Von Schneeball- und Pyramidensystemen und anderen Vorwürfen

Naturkosmetik-Netzwerk: ein Schneeballsystem?

Jedes gute Drama besteht bekanntlich aus 3 Akten. Nach dem etwas aufregenden 2. Akt meines Seelenstrips, in dem ich mich mit meinen höchstpersönlichen Befindlichkeiten durchaus aus dem Fenster gelehnt habe, löst sich am Ende des 3. Aktes wieder alles in Wohlgefallen auf. Wollen wir`s zumindest hoffen.

Ich greife heute die klassischen 3 Vorurteile auf, die bezugnehmend auf RINGANA häufig umhergeistern:

1. Das ist ja ein Schneeballsystem/ Pyramidenspiel!

2. Aufgrund der Provision für die PartnerInnen sind die Produkte überteuert

3. Wenn die Produkte so gut sind – warum gibt es sie dann nicht im normalen Handel?

1. Ist RINGANA ein Schneeballsystem oder Pyramidenspiel?

Ich gebe zu: ich selbst habe damals „Ringana Pyramidensystem“ gegoogelt. Da steckt wohl in vielen von uns die diffuse Angst vor etwas Illegalem, in das man hineingerät, vor allem bei einem Geschäftssystem, das so fremd erscheint. Und obwohl man unter Umständen nicht einmal genau weiß, was ein Schneeballsystem eigentlich genau ist (aber es ist defintiv bööööse), schreit man gleich mal panisch: „Pyramidenspiel!“, sobald man mit einem Produkt konfrontiert ist, das über ein Netzwerk vertrieben wird – und bringt damit absolut seriöse Unternehmen und Personen in Misskredit.
Ich kann hier tatsächlich nur über RINGANA sprechen, denn ich habe mich mit anderen Netzwerken nicht die Bohne auseinandergesetzt, und es dürfte durchaus eine Grauzone geben, in der sich gewisse Firmen, die als seriöse Netzwerke getarnt starten, doch recht schnell als Schneeballsystem entpuppen. Wahrscheinlich daher auch allgemein der schlechte Ruf.

Was RINGANA angeht, lässt sich die in der Überschrift gestellte Frage aber ganz einfach und schnell mit einem klaren „Nein!“ beantworten. Schlicht und einfach deshalb, weil Schneeball- bzw. Pyramidensysteme verboten sind. Und würde eine Firma, die auf einem Schneeballprinzip basiert (ergo: illegal agiert), in Österreich bereits seit über 20 Jahren existieren? Wäre sie einer von nur 1000 Leitbetrieben Austria? Hätte sie unzählige Auszeichnungen erhalten, unter anderem von der Wirtschaftskammer, dem ORF sowie internationalen Award-Veranstaltern?
Diese Befürchtung kann man also getrost stecken lassen.
Wer dennoch genauer wissen will, was ein strafbares Schneeballsystem kennzeichnet und inwiefern es sich vom seriösen Netzwerkmarketing unterscheidet, kann es direkt bei der Wirtschaftskammer nachlesen.

2. Sind RINGANA-Produkte aufgrund des Partnersystems überteuert?

Diese Frage ist schon etwas kniffliger zu beantworten. Und zwar nicht, weil ich an der Wertigkeit der Produkte zweifle – sondern weil ich durchaus verstehe, warum Menschen zu dieser Ansicht gelangen.

Denn: Als Außenstehende ohne genaueren Einblick in die Preisgestaltung ist es ja immer ein Leichtes sich über die Kosten zu beschweren. Ich bin da ehrlich gesagt auch nicht ganz gefeit davor, und schnaube in Branchen, bei denen ich mich nicht so gut auskenne, auch mal darüber wie teuer dieses oder jenes ist.

Nachdem RINGANA in Österreich mittlerweile sehr bekannt ist, wird das Unternehmen unter Umständen auch oft überschätzt: im Vergleich zu den großen Playern am Weltmarkt ist RINGANA aber immer noch ein minifutzikleiner Familienbetrieb. In Kombination mit den hohen ethischen und Qualitätsansprüchen ist es überhaupt nicht möglich, die Forschungs- und Produktionskosten so niedrig zu halten wie das eine Weltmarke kann.

Jemand, der üblicherweise die Drogerie-Eigenmarken kauft und noch nie einen Fuß in eine Parfümerie gesetzt hat, wird sich bei RINGANA-Preisen mit Wahrscheinlichkeit schrecken. Jemand der schon immer zu High-End-Produkten bei der Kosmetikerin gegriffen hat, zuckt hingegen nicht mal mit der Augenwimper. Ich hatte sogar schon nette Damen bei mir, die fanden 60€ für das Serum Antifalten richtig günstig 😉 . Man kann nämlich gut und gerne auch das doppelte dafür ausgeben, ganz ohne Netzwerk, sondern im Laden – wenn es einem das wert ist. Und letzteres ist eben sehr individuell.

Netzwerkmarketing/ Direktvertrieb birgt außerdem immer noch sehr viele Vorurteile. Da die Unternehmensstruktur ganz anders aufgebaut ist als die üblichen, gewohnten Produktverkaufswege, wird es auch oft missverstanden. O-Ton: „Das ist ja nur so teuer, weil die PartnerInnen mitschneiden!“
Das heißt manche KundInnen haben den Eindruck, dass sie nicht ausschließlich für die Qualität des Produkts bezahlen, sondern ganz viel an Nebenkosten mittragen. Und weil ihnen das irgendwie suspekt ist, geben sie ihre 60€ doch lieber in der nächsten Parfümerie aus, als bei der netten RINGANA-Frau, die sie neulich bei einer Freundin kennengelernt haben.

Ganz ehrlich, ohne hier jemandem nahetreten zu wollen: süß. Ich finde das ganz süß. Im Sinne von naiv. Denn was glauben diejenigen denn, was sie bezahlen, wenn sie ein Produkt in der Apotheke oder in der Drogerie aus dem Regal nehmen? Nur den Inhalt, der in der Verpackung steckt?
Spielen wir mal den Ball durch den ganzen Prozess: Das Produkt steht in einem Laden. Sowohl der Laden als auch das dazugehörige Lager kosten Miete. Das Verkaufspersonal arbeitet vermutlich nicht gratis, und auch die Filialleitung ist eher kein Ehrenamt. Ursprünglich kommt das Produkt mit hoher Wahrscheinlichkeit von einem Zwischen- oder Großhändler (mit großen Lagerflächen, die auch nicht umsonst sind). Auch hier fallen Personal- sowie Transportkosten an. Ebenso von der Herstellerfirma zum Großhändler. Die Herstellerfirma selbst investiert in Mitarbeiter, Firmengelände, Forschung, Verpackungmaterial und in Print- bzw. TV-Werbung (was ja bekanntlich nicht gerade ein Lercherlschas ist). Denn irgendwoher muss der Kunde ja auf die Idee kommen, genau dieses Produkt zu kaufen.
Die Rohstoffe müssen angebaut, verarbeitet und zur Herstellerfirma transportiert werden.
Und für alle Beteiligten muss auch noch ein guter Gewinn dabei rausschauen.
Lange Rede, kurzer Sinn: all das zahlen die KundInnen bei jedem Kauf im Laden mit. Die Creme an sich ist nur einen Bruchteil des Verkaufspreises wert. Das ist nun mal so, ansonsten wäre das alles nicht finanzierbar.

Kleines Quiz am Ende dieser Aufzählung: unter Beachtung all dieser notwendigen Ausgaben sowie dem Fakt, dass hochwertiges Bio-Mandelöl für bis zu 80€ pro Liter im Laden verkauft wird: wieviel hochwertiges Pflanzenöl wird wohl in einer 3-€-Bio-Mandelölcreme drin sein können? Und fast noch interessanter: wieviel hat wohl der Biobauer dafür bekommen?
Anders gefragt: wenn`s der Kunde nicht bezahlt – wer bezahlt denn dann dafür? Aber das ist natürlich in unserer Wohlstandsgesellschaft, in der wir am liebsten alles haben aber nix dafür bezahlen wollen, eine sehr unbequeme Frage.

Bei RINGANA fällt sehr vieles oben Genannte weg: allen voran die Geschäfts- und Lagerflächen – da RINGANA-Produkte immer frisch produziert und direkt zu den EndabnehmerInnen gesendet werden, braucht es keine großen Rohstoff- oder Zwischenlager, und auch als PartnerIn benötigt man keinen Verkaufs- oder Lagerraum. Forschung, Produktion, Büro und Vertrieb befinden sich gemeinsam am gleichen Standort (und zwar in Hartberg in der Steiermark). Und Werbeschaltungen in TV und Magazinen sind nicht notwendig – es gibt nämlich real-life-Testimonials: uns RINGANA-PartnerInnen.

RINGANA umgeht also Unmengen an Kosten, die im normalen Handel anfallen würden – investiert das so Gewonnene aber stattdessen in höchste Qualität, nachhaltige Prozesse und faire Bezahlung – von den Biobauern bis zu den RINGANA-PartnerInnen. Gerade der Umstand, dass permanent alle Produkte ohne Lagerzeiten frisch hergestellt werden, ist ein massiver Aufwand im Vergleich zu herkömmlicher Kosmetikproduktion. So wie täglich frischen Obstsalat zuzubereiten aufwändiger ist als 1x pro Jahr einen Vorrat an Dosenfrüchten zu kaufen. Dafür hat man dann aber das weitaus bessere Produkt und nicht die Konservenware – und den Unterschied spürt man!
Klar kostet das. Und klar wollen wir auch was dabei verdienen – wir sind ja kein Wohltätigkeitsverein. Bei aller Liebe…nix für ungut 😉

Und letztendlich finde ich dieses System, in dem man sich gegenseitig kennt und unterstützt, um vieles fairer und befriedigender als das Geld irgendeinem Großkonzern in den Rachen zu werfen, der dieses wiederum in teure Werbekampagnen mit anonymen Modelgesichtern buttert. Da ist es mir lieber, meine Freundin/ mein Nachbar/ meine Tante oder wer-auch-immer-mein-RINGANA-Berater-ist hat direkt was davon. Oder nicht?

3. Warum gibt es Produkte von RINGANA nicht im normalen Handel?

Manche Menschen vermuten ja hinter jeder ungewöhnlichen Idee einen Haken. So hält sich hartnäckig das Vorurteil, dass etwas, das es nicht ins Ladenregal schafft, wahrscheinlich ein minderwertiges Klumpert ist. Total logisch, denn alles was im Supermarkt verkauft wird ist natürlich ausschließlich fantastisches Zeugs (Ironie off).

Tatsächlich ist es im Falle RINGANA umgekehrt: es wird nicht im Laden verkauft, weil es zu minder, sondern weil die Qualität ZU HOCH ist.

Wie dies? Ganz einfach: Das Alleinstellungsmerkmal von RINGANA ist, dass die Naturkosmetik und die Vitalstoffe laufend frisch hergestellt werden. So quasi: eben noch auf der Wiese, jetzt schon in deinem Badezimmerregal.
Frisch bedeutet: eine Creme, die zu einer Kundschaft kommt, ist nicht älter als 2 Wochen. Und frisch bedeutet außerdem: keine Konservierungsstoffe.

Dank schlau designter antioxidativer Verarbeitung und Verpackung schafft es RINGANA trotz Verzicht auf jegliche zugesetzte Konservierungsmittel, dass die Produkte einige Monate haltbar sind (nicht wie die selbstgerührte Creme, die nach ein paar Tagen aufgrund des Kontakts mit Sauerstoff ranzig wird). Allerdings weit keine 36 Monate. Und 36 Monate verlangt der Handel an Haltbarkeit, damit die Produkte auch ja lange in den Regalen herumkugeln können. Und das geht halt nur mit Konservierungsstoffen. „Ohne Konservierungsstoffe“ auf einem herkömmlichen Produkt bedeutet letztendlich nur, dass keine Konservierungsstoffe eingesetzt wurden, die laut Gesetz deklariert werden müssen. Ist ein Produkt so lange haltbar, wurde es aber definitiv konserviert. Durch raue Mengen Alkohol, ätherische Öle oder starke Erhitzung beispielsweise. Oder die Rohstoffe wurden bereits konserviert, BEVOR sie weiterverarbeitet und zusammengerührt wurden – auch dann ist der Aufdruck „Ohne Konservierungsstoffe“ zulässig.

Da RINGANA partout nicht seine Produkte zu Tode konservieren wollte (denn Konservierung killt letztendlich die Wirksamkeit der kostbaren Inhaltsstoffe), war das der Grund, warum sowohl Apotheken als auch Parfümerien vor 20 Jahren abgelehnt haben, Produkte von RINGANA zu verkaufen. Es wäre logistisch nicht machbar und keinesfalls mit der Frische vereinbar gewesen. Unter Umständen beißen die sich nach dem großen Erfolg RINGANAs jetzt in den A…., dass sie nicht nicht doch irgendeine Form der Kooperation abseits der gewohnten Wege gefunden haben.

Letztendlich hat RINGANA also eine Not zur Tugend gemacht, indem aus zunächst privaten Weiterempfehlungen das PartnerInnensystem ins Leben gerufen wurde.

Und so schwirren heutzutage viele fleißige Ringanesinnen und Ringanesen in der Weltgeschichte umher um die Kunde zu verbreiten – und wenn sie nicht gestorben sind, so schmieren sie noch heute.

🙂 HAPPY END 🙂

❤ Seelenstrip, Part III ❤
Part I: „Ach bist du jetzt auch in der Sekte?!“
Part II: „So geht`s mir wirklich mit Networkmarketing!“

3 Upcycling Ideen – Stoffreste sinnvoll verwerten!

Upcycling: Kaminanzünder selber machen aus StoffrestenDIY: Gemüse bleibt frisch in diesen selbstgemachten Beuteln aus StoffrestenDIY- Wachstücher aus Stoffresten selber machen

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Kaminanzünder selber machen

Stoffreste in Streifen schneiden, in flüssiges Wachs tauchen und zu einem Knäuel wickeln – diese Ofenanzünder brennen lichterloh und langanhaltend, besser als die gekauften! Doppelt schön: wir brauchen kein Zeitungspapier mehr zum Anheizen.

DIY Kaminanzünder

So bleibt Gemüse länger frisch

Aus alten Frotteehandtüchern kann man easy Frischhaltebeutel für Gemüse nähen.
Ich habe dafür die Biobaumwolltücher verwendet, in denen unsere Kosmetik-Glasflakons zum Versand gepackt werden – sie haben die perfekte Größe, d.h. in dem Fall musste ich nichts mehr zuschneiden.

Einfach 2 Teile Stoff in der gewünschten Größe vorbereiten, für das Sicht- und Belüftungsfenster einen Kreis ausschneiden und ein altes Spitzentuch oder ein Obstnetz einnähen und die beiden Teile zusammennähen. Optional einen (Druck-)Knopf zum Verschließen anbringen.
Darin gelagert bleibt das Gemüse im Kühlschrank trocken, knackig und länger frisch!
Für Gemüse, das feucht gelagert gehört (wie z.B. Spargel), einfach das Sackerl anfeuchten.

DIY Beutel für Gemüse aus Stoffresten

Wachstücher selber machen

Mittlerweile ein Klassiker auf allen DIY-Socialmedia-Kanälen: Wachstücher statt Alu- oder Frischhaltefolie lassen sich ganz einfach selber machen, und so findet ihr noch wunderbar Verwendung für alte Baumwollstoffreste. V.a. die kleinen Wachstücher könnt ihr gut verwenden um Joghurtbecher oder angeschnittene Gurken abzudecken. Kommt auch gut an als Mitbringsel und kleines Geschenk!
In diesem Fall habe ich 9 Teile Bienenwachs mit 1 Teil Sheabutter in einem alten Campinggeschirr geschmolzen (Backofen auf ca. 80° erhitzen), die zugeschnittenen Stoffreste eingetaucht und trocknen lassen. Fertig! Da das Wachs den Stoff quasi „versiegelt“, müssen die Ränder nicht vernäht werden.

Stoffreste verwerten - Wachstücher selber machen

So verwertest du Reste von Keksen und Weihnachtsplätzchen

Kekse verwerten - Restlguglhupf

Kennt ihr das? Weihnachten ist schon längst vorbei, der 6. Jänner naht – aber die Kekserldosen sind immer noch gut gefüllt?
Ich weiß ja nicht wie`s euch geht, aber nach 4 Wochen exzessiver Weihnachtskeksschlemmerei kann ich sie nimmer sehen, da mag der Linzer noch so verführerisch aus seinen Augerln blinzeln, die Vanille noch so duftend daherkipferln und das Kokos mich noch so herzhaft busseln.

Daher hab ich mich heuer etwas umgehört, was andere Leut` so mit ihrem Überschuß an Linzeraugen, Vanillekipferln, Kokosbusserln & Co. anstellen, und mit am besten hat mir die Idee gefallen, aus den letzen Keksen Kuchen zu backen. Daher hab ich mich von mehreren Rezepten zu diesem Guglhupf inspirieren lassen – und er ist richtig gut geworden! Ihr könnt dafür wahrscheinlich so ziemlich jede Keksart verwursten..äh verkuchen – ich persönlich hab 300g Honiglebkuchen und 200g Vanillekipferl verwendet.

Backofen auf 180° vorheizen.
10 Medjoul-Datteln pürieren und mit 4 Eiern mind. 2 Minuten mit dem Mixer verrühren. 1/4 l Milch, 100 g Weizenmehl und ein Päckchen Backpulver unterrühren. 300g Lebkuchen und 200g Vanillekipferl in der Küchenmaschine reiben, dann unter die Masse heben. Eine Guglhupfform buttern, die Masse einfüllen und 40 Min. backen (Garprobe machen!).

Kuchen leicht abkühlen lassen, währenddessen 150 g Nuss-Nougat im Wasserbad schmelzen. Den Guglhupf auf ein Kuchengitter stürzen, mit der Nuss-Nougat-Masse bestreichen und mit Haselnusskrokant verzieren.

Ich hoffe es schmeckt ❤

Was macht ihr aus euren Keksresten? Trifle? Punschkrapferl? Vanillekipferlparfait? Her mit euren Rezepten! Spätestens nächstes Jahr brauch ich sie dann 😉

Die perfekte gesunde Süßigkeit ohne Zucker – mit nur 2 Zutaten!

Zuckerfreie Nascherei (BLW-geeignet): Dattel-Kokos-Bonbons

Heute wird`s kurz und knackig:

Süß und gesund kann so einfach und lecker sein! Für dieses Rezept brauchst du nur 2 Zutaten und ein paar Minuten Zeit:

Alles was du benötigst sind Datteln und Kokosflocken. Nimm am besten Medjoul-Datteln – diese sind von vornherein so saftig, dass du sie problemlos pürieren kannst ohne sie zuvor in Wasser einzuweichen.

Püriere die Datteln, forme mit feuchten Händen aus der entstandenen Masse kleine Bonbons und wälze diese anschließend in Kokosflocken.
Länger wird der Blogeintrag heute nicht, denn: schon fertig! 😉

Da hab` ich nicht zuviel versprochen, oder?!

PS: Ich kombiniere die Dattel-Kokos-Bonbons übrigens gerne mit meinen selbstgebackenen zuckerfreien Keksen – sehr lecker!