3 Upcycling Ideen – Stoffreste sinnvoll verwerten!

Upcycling: Kaminanzünder selber machen aus StoffrestenDIY: Gemüse bleibt frisch in diesen selbstgemachten Beuteln aus StoffrestenDIY- Wachstücher aus Stoffresten selber machen

/>

Kaminanzünder selber machen

Stoffreste in Streifen schneiden, in flüssiges Wachs tauchen und zu einem Knäuel wickeln – diese Ofenanzünder brennen lichterloh und langanhaltend, besser als die gekauften! Doppelt schön: wir brauchen kein Zeitungspapier mehr zum Anheizen.

DIY Kaminanzünder

So bleibt Gemüse länger frisch

Aus alten Frotteehandtüchern kann man easy Frischhaltebeutel für Gemüse nähen.
Ich habe dafür die Biobaumwolltücher verwendet, in denen unsere Kosmetik-Glasflakons zum Versand gepackt werden – sie haben die perfekte Größe, d.h. in dem Fall musste ich nichts mehr zuschneiden.

Einfach 2 Teile Stoff in der gewünschten Größe vorbereiten, für das Sicht- und Belüftungsfenster einen Kreis ausschneiden und ein altes Spitzentuch oder ein Obstnetz einnähen und die beiden Teile zusammennähen. Optional einen (Druck-)Knopf zum Verschließen anbringen.
Darin gelagert bleibt das Gemüse im Kühlschrank trocken, knackig und länger frisch!
Für Gemüse, das feucht gelagert gehört (wie z.B. Spargel), einfach das Sackerl anfeuchten.

DIY Beutel für Gemüse aus Stoffresten

Wachstücher selber machen

Mittlerweile ein Klassiker auf allen DIY-Socialmedia-Kanälen: Wachstücher statt Alu- oder Frischhaltefolie lassen sich ganz einfach selber machen, und so findet ihr noch wunderbar Verwendung für alte Baumwollstoffreste. V.a. die kleinen Wachstücher könnt ihr gut verwenden um Joghurtbecher oder angeschnittene Gurken abzudecken. Kommt auch gut an als Mitbringsel und kleines Geschenk!
In diesem Fall habe ich 9 Teile Bienenwachs mit 1 Teil Sheabutter in einem alten Campinggeschirr geschmolzen (Backofen auf ca. 80° erhitzen), die zugeschnittenen Stoffreste eingetaucht und trocknen lassen. Fertig! Da das Wachs den Stoff quasi „versiegelt“, müssen die Ränder nicht vernäht werden.

Stoffreste verwerten - Wachstücher selber machen

So verwertest du Reste von Keksen und Weihnachtsplätzchen

Kekse verwerten - Restlguglhupf

Kennt ihr das? Weihnachten ist schon längst vorbei, der 6. Jänner naht – aber die Kekserldosen sind immer noch gut gefüllt?
Ich weiß ja nicht wie`s euch geht, aber nach 4 Wochen exzessiver Weihnachtskeksschlemmerei kann ich sie nimmer sehen, da mag der Linzer noch so verführerisch aus seinen Augerln blinzeln, die Vanille noch so duftend daherkipferln und das Kokos mich noch so herzhaft busseln.

Daher hab ich mich heuer etwas umgehört, was andere Leut` so mit ihrem Überschuß an Linzeraugen, Vanillekipferln, Kokosbusserln & Co. anstellen, und mit am besten hat mir die Idee gefallen, aus den letzen Keksen Kuchen zu backen. Daher hab ich mich von mehreren Rezepten zu diesem Guglhupf inspirieren lassen – und er ist richtig gut geworden! Ihr könnt dafür wahrscheinlich so ziemlich jede Keksart verwursten..äh verkuchen – ich persönlich hab 300g Honiglebkuchen und 200g Vanillekipferl verwendet.

Backofen auf 180° vorheizen.
10 Medjoul-Datteln pürieren und mit 4 Eiern mind. 2 Minuten mit dem Mixer verrühren. 1/4 l Milch, 100 g Weizenmehl und ein Päckchen Backpulver unterrühren. 300g Lebkuchen und 200g Vanillekipferl in der Küchenmaschine reiben, dann unter die Masse heben. Eine Guglhupfform buttern, die Masse einfüllen und 40 Min. backen (Garprobe machen!).

Kuchen leicht abkühlen lassen, währenddessen 150 g Nuss-Nougat im Wasserbad schmelzen. Den Guglhupf auf ein Kuchengitter stürzen, mit der Nuss-Nougat-Masse bestreichen und mit Haselnusskrokant verzieren.

Ich hoffe es schmeckt ❤

Was macht ihr aus euren Keksresten? Trifle? Punschkrapferl? Vanillekipferlparfait? Her mit euren Rezepten! Spätestens nächstes Jahr brauch ich sie dann 😉

Die perfekte gesunde Süßigkeit ohne Zucker – mit nur 2 Zutaten!

Zuckerfreie Nascherei (BLW-geeignet): Dattel-Kokos-Bonbons

Heute wird`s kurz und knackig:

Süß und gesund kann so einfach und lecker sein! Für dieses Rezept brauchst du nur 2 Zutaten und ein paar Minuten Zeit:

Alles was du benötigst sind Datteln und Kokosflocken. Nimm am besten Medjoul-Datteln – diese sind von vornherein so saftig, dass du sie problemlos pürieren kannst ohne sie zuvor in Wasser einzuweichen.

Püriere die Datteln, forme mit feuchten Händen aus der entstandenen Masse kleine Bonbons und wälze diese anschließend in Kokosflocken.
Länger wird der Blogeintrag heute nicht, denn: schon fertig! 😉

Da hab` ich nicht zuviel versprochen, oder?!

PS: Ich kombiniere die Dattel-Kokos-Bonbons übrigens gerne mit meinen selbstgebackenen zuckerfreien Keksen – sehr lecker!

Nordic Chic – simpel und schön: DIY Adventskranz

Adventskranz im skandinavisch-puristischem Stil

LeserInnen der ersten Stunde können sich noch an mein etwas kompliziertes Projekt „Upcycling – der DIY Adventskranz!“ von letztem Jahr erinnern.
Heuer halte ich es einfach. Simpel, schön, fast skandivanisch-puristisch, möchte ich sagen. Außerdem nervenschonend und mit minimalem Zeitaufwand verbunden.
Wie gefällt euch mein diesjähriger Advents“kranz“?

Wer`s nachmachen will:
Ihr braucht lediglich 4 weiße Tafelkerzen und 4 kleine Glasfläschchen (hier eignen sich die Flascherl von unserem gesunden Energydrink RINGANAchi ganz wunderbar). Die Kerzen unten mit einem scharfen Messer abschaben, damit sie in den Flaschenhals passen – die Wachsflöckchen, die dabei entstehen, könnt ihr als Schneeflocken in die Flaschen füllen.
Die Flaschenhälse jeweils mit etwas Golddraht umwickeln.
Je ein Stück Sternanis mit der Heißklebepistole ankleben.
Die Kerzen auf einem weißen Teller aufstellen und mit etwas Holzwolle dekorieren (weniger ist bei dieser clean-chic-Version mehr).

Und dann braucht man nur noch darauf warten, bis es zum ersten Mal heißt: „Advent, Advent, ein Lichtlein brennt. Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier….“

Nahrhaftes Vogelfutter selbstgemacht – da kann kein Piepmatz widerstehen!

Simpel: Vogelfutter selber machen!

Es fröstelt – der Olivenbaum wurde in eine Isomatte gewickelt, die Canna-Knollen ausgegraben und die Würmchen in ihrer Wurmkiste warm eingepackt. Und: die Vögelchen wollen wieder gefüttert werden.
Damit es auch heuer wieder heißt: „Alle Vöglein sind schon da, alle Vöglein, alle“ habe ich mich so wie die letzten Jahre daran gemacht, Vogelfutter zuzubereiten.
Nachdem es den kleinen Piepmätzen so gut schmeckt und es ganz schnell gemacht ist, teile ich hier gerne das Rezept mit euch:

Ihr braucht 1 Teil Kokosfett, und 2 Teile Trockenfutter. Letzteres besteht idealerweise aus Haferflocken, verschiedenen Körnern wie Sonnenblumenkernen, Leinsamen & Co und eventuell ein paar zerkleinerten Nüssen und getrockneten Beeren.

Das Kokosfett langsam in einem Topf erwärmen bis es flüssig ist, anschließend die Haferflockenmischung einrühren. Die Vogelfuttermasse in eine eckige Form füllen und abkühlen lassen. Im Kühlschrank aufbewahrt hält das Vogelfutter locker den ganzen Winter über – soferne es nicht vorher aufgefuttert wird.

Bei Bedarf einfach stürzen, ein gefälliges Scheibchen abschneiden und appetitlich im Vogelhäuschen anrichten 😉

Wer`s etwas dekorativer gestalten möchte, kann die Masse in leicht abgekühltem, aber noch formbaren Zustand in Keksausstecher füllen oder Kugeln formen und wie Cake-Pops auf ein Ästchen stecken. Danach im Kühl- oder Gefrierschrank vollständig durchhärten lassen.

Das beste Maronimus und feine Maronikekse selber machen (ohne Zucker)

Gesunde Rezepte mit Esskastanien (Maroni)

Vor kurzem gab`s bei uns ja das mittlerweile schon zur alljährlichen Tradition gewordene Martinigansl. Eben jenes bereite ich mit einer Semmelknödelfülle zu, die neben Walnüssen, Apfelstückerln und Stangenzeller auch Maroni enthält.
Nachdem mir dabei aber ein Großteil der Maroni übriggeblieben ist, habe ich den Rest ein paar Tage später weiterverarbeitet – zu zuckerfreiem Maronipüree und -keksen.

Dafür ein 3/4 kg Esskastanien einschneiden und 20 Minuten in kochendem Wasser weich garen. Die mühsamste Arbeit kommt jetzt: das Schälen. Das dauert bei so einer Menge Maroni schon mal eine Weile, und auch wenn in meinem Fall viele dabei waren, die sich wunderbar aus der Schale lösen ließen, sind immer noch genug widerspenstige Exemplare dabei, sodass man direkt froh ist, wenn hie und da mal eine zum Wegschmeißen dabei ist 😉

Wenn das Schälen geschafft ist, ist der Rest dafür superschnell erledigt:
100ml Wasser mit 200g entkernten Datteln aufkochen lassen. 150ml Schlagobers (Sahne) und eine Prise Vanille hinzufügen.
Vom Herd nehmen und alles mit den Maroni in der Küchenmaschine oder mit dem Pürierstab zu einem feinen Maronimus verarbeiten.

Ich habe einen Teil des Pürees zum sofortigen Gebrauch zur Seite gestellt (z.B. direkt zum Essen als Maronireis – dafür einfach das warme Mus durch ein grobes Sieb drücken; bzw. für die Kekse – siehe unten), den Rest in mehrere kleine Gläser gefüllt und für später eingefroren.

Für die Kekse habe ich ein Eiklar steif geschlagen – wer die Kekse süßer möchte, kann den Schnee mit einem Esslöffel (Birken-)Zucker zubereiten.
100g Maronimus mit 75g geriebenen Mandeln und einem Teelöffel ungezuckerten Backkakao unter den Schnee heben.

Mit einem Löffel Kleckse auf ein gefettetes Backblech setzen und im vorgeheizten Ofen bei 180° ca. 12 Minuten backen.

Die Maronikekse waren der Hit bei unserem 1-jährigen Sohn – der hat sie fast alle an einem Nachmittag aufgefuttert. Das nächste Mal mache ich daher gleich eine größere Menge, denn sie lassen sich problemlos mehrere Tage in einem Vorratsglas aufbewahren oder auch einfrieren.

Habt ihr Ideen, was man sonst noch Gutes mit Maronimus machen kann? Freue mich auf eure Vorschläge in den Kommentaren!

Aluminium, Palmöl, Fluorid & Plastik – Was ist dran an den Schreckgespenstern 2.0? Teil III

Ölpalme, Palmöl

Palmöl ist ja derzeit omnipräsent und im wahrsten Sinn des Wortes in aller Munde. Nur in aller Munde? Nein, häufig auch auf all unsrer Haut.
Warum das so ist?
Erstens ist konventionelles Palmöl für die Kosmetikindustrie billig zu kriegen.
Und zweitens: Palmöl hat wunderbare Hauteigenschaften, da es rückfettend und stark antioxidativ wirkt. Man darf also bei der ganzen Diskussion nicht vergessen, dass nicht das Palmöl an sich „böse“ ist, sondern die ökologische Ausbeutung, die mit den Monokulturen einhergeht.
Etwas anders gestaltet sich die Situation in der Lebensmittelbranche, wo ja stark erhitztes, raffiniertes Palmöl verwendet wird, welches dringend in Verdacht steht, gesundheitsgefährdend zu sein, vor allem für Kinder.

Aber Palmöleinsatz ist selbstverständlich auch in der Kosmetik kritisch zu hinterfragen – und zwar: woher kommt das Palmöl? Welche Qualität hat es? Und wieviel davon wird eingesetzt?

Da Palmöl so einen furchtbar schlechten Ruf hat – und das großteils zu Recht -, wird gerne mal übersehen, dass es neben den riesigen umweltzerstörenden Palmölplantagen auch kleine Palmölbauern gibt, die sich um nachhaltigen Anbau von Ölpalmen bemühen. Mitglieder des „Roundtable on Sustainable Palm Oil“ (RFSPO) des WWF z.B. verpflichten sich zu folgenden Kriterien:

  • Keine Rodung von Primärwäldern und ökologisch wertvollen Waldflächen für Plantagen,
  • Schutz gefährdeter Tier- und Pflanzenartenarten auf der Plantage,
  • Schutz von Wasser, Boden und Luft (das bedeutet unter anderem: kein Abbrennen von Wald),
  • Einhaltung gesetzlicher Regelungen, darunter Landnutzungs- und Eigentumsrechte,
  • Keine Kinderarbeit, dafür Bildungsangebote für die auf der Plantage lebenden Kinder,
  • Einbindung und Förderung von Kleinbauern sowie
  • Kontrolle der Plantagen durch unabhängige, autorisierte Prüfer

Ein erster Schritt, dem noch viele weitere folgen müssen, aber klar wird hier auch, dass ein Totalboykott von Palmöl ohne die Herkunft zu hinterfragen problematisch ist, da damit auch die Lebensgrundlage vieler Menschen zerstört wird, die sich bemühen, hier bessere Weichen für die Zukunft zu stellen.
Darüber hinaus wurde auch das Forum Nachhaltiges Palmöl (FONAP) ins Leben gerufen, dessen Mitglieder eine Selbstverpflichtung eingehen, die noch über den Kriterien der RSPO Zertifizierung steht.

Abgesehen von der zertifizierten Herkunft sollte Palmöl auch nur in minimalen Mengen eingesetzt werden. Das heißt: nur soviel, wie für die perfekte Wirkung notwendig, und nicht als billiger Füllstoff, um quasi eine Tube auf günstige Art voller zu kriegen.
Der Löwenanteil des weltweit angebauten Palmöls geht ja für die Treibstoff-, Waschmittel- und Lebensmittelindustrie drauf. Für Palmöl in der Kosmetik würde es bei vernünftigem Einsatz keine Monokulturen brauchen, denn hier sprechen wir im Vergleich von verschwindend geringen Mengen.

Im Frischewerk in der Steiermark wird Palmöl nicht als eigentlicher Rohstoff verwendet – viele Produkte sind ohnehin komplett palmölfrei, aber teilweise kommen Palm(kern)ölderivate in einigen Produkten in geringen Mengen vor, da in der Hautforschung bisher noch kein Ersatz in Sicht ist, der nur annähernd die gleich gute Wirkung und Qualität bezüglich des antioxidativen Schutzes liefert.

Um die Relationen besser verständlich zu machen, hier ein recht eindrückliches Beispiel:
Benutzt ihr 12 Flakons einer RINGANA-Gesichtscreme, habt ihr ungefähr gleich viel Palmöl verbraucht, wie in einem Biss eines Croissants enthalten ist.

Womit RINGANA wohl im Rittern um den Titel zum „Raubbau-Bösewicht des Jahrhunderts“ ziemlich aus dem Rennen ist 😉 (wir gewinnen lieber schöne andere Preise, wie den Klimaschutzpreis des ORF 2016 ❤ )
PS: Hier findet ihr die ersten Teile meiner „Schreckgespenster“-Blogserie: